Wahl zum Integrationsrat am 13. September 2020

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Foto: Thomas Schmithausen

Am 13. September 2020 finden neben den Kommunalwahlen auch die Wahlen zum Integrationsrat statt. Der Integrationsrat ist nach der Gemeindeordnung ein demokratisch gewähltes Fachgremium zur Gestaltung einer erfolgreichen Integrationspolitik in den Kommunen. In seiner beratenden Funktion kann das Gremium zu allen Themen, die im Rat der Stadt Schwerte behandelt werden, Beschlussvorlagen vorbereiten, die dann den einzelnen Ratsausschüssen vorgelegt werden müssen.

Nach der Satzung für den Integrationsrat der Stadt Schwerte besteht das Gremium aus 12 direkt von den Migrationen und Migranten gewählten Mitgliedern sowie weiteren von vom Rat der Stadt Schwerte bestellten Ratsmitgliedern. Der Integrationsrat wird alle fünf Jahre neu gewählt.

Ihre Stimme abgeben für die Wahlen zum Integrationsrat dürfen alle mindestens 16-Jährigen Schwerterinnen und Schwerter, die einen Migrationshintergrund und im Wählerverzeichnis eingetragen sind.

Erstmals wurde 1995 im Schwerte ein Ausländerbeirat gewählt und später durch den Integrationsrat abgelöst. Der Integrationsrat hat mehr kommunalpolitische Mitwirkungsmöglichkeiten als der bisherige Ausländerbeirat. 

Schwerte ist vielfältig und zeichnet sich durch verschiedene Religionen und Kulturen aus. Unser Ehrenbürgermeister Heinrich Böckeluehr hat während seiner Amstzeit dieser Vielfalt immer Raum  gegeben und den direkten Kontakt zu den Menschen mit Migrationshintergrund gesucht. 

Durch eine lobenswert offene Zusammenarbeit zwischen den Religionsgemeinschaften und der Stadtverwaltung konnten in den letzten Jahren die Süleymaniye Moschee und der Hindutempel in einem transparenten und durch gegenseitige Wertschätzung getragenen Prozess geplant und gebaut werden. Die intensive Zusammenarbeit mit den verschiedenen Religionsgemeinschaften war Heinrich Böckelühr in seiner 18-jährigen Amtszeit als Schwerter Bürgermeister immer besonders wichtig. 

Durch dieses Vorbild angespornt haben sich Menschen verschiedener Nationalitäten, Religionsgemeinden und Parteien zusammengefunden, um mit der gemeinsamen Wahlliste „IPM – Integration.Partizipation.Miteinander. Für unser Schwerte“ in diesem Jahr für den Integrationsrat zu kandidieren.

„Damit Integration in Schwerte gelingt, ist uns das gemeinsames Miteinander besonders wichtig“, betont Aynur Yavuz, die die Wahlliste IPM als Spitzenkandidatin anführt, „Schwerte ist eine weltoffene Stadt in der Integrationspolitik, so soll es auch in Zukunft bleiben.“ 

Sebahattin Yalcin, bereits seit 42 Jahren Schwerter mit Migrationshintergrund, betont seinen Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung und die Sicherung der Chancengleichheit als auch das friedliche Miteinander.

Mehmet Kutlu steht für Zusammenhalt, Kooperation und Teamarbeit.

Irfan Durdag definiert das Sprechen einer gemeinsamen Sprache als Integration. „Verschiedene Sprachen werden zu einer.“ ,verkörpert das zentrale Ziel der IPM. Durdag unterstreicht die

Importanz von der Eingliederung, Teilhabe als auch die Relevanz des gegenseitigen Respekts und der gegenseitigen Toleranz.

Für Ömer Özer ist wichtig, dass nicht das Land und nicht die Menschen verändert werden, sondern dass sich Menschen aus anderen Kulturen als auch Ländern in Schwerte zu Hause fühlen.

Karla Matussek, Mitglied der FDP, setzt Zeichen für Toleranz und Respekt für alle Andersdenkenden, fordert gute Bildung für alle, die bei Kindern und Jugendlichen anfängt. Für Matussek ist die Unterstützung der Flüchtlinge ein zentraler Einsatzbereich, in dem ihnen ein selbstbestimmtes und finanziell unabhängiges Leben ermöglicht werden soll.

Alexander Oleksow, Mitglied der FDP, ist ein junger Student, der sich bereits aktiv in der Schwerter Politik einbindet und sich zusätzlich für Integrationsarbeit einsatzbereit erklärt. Oleksowist gebürtiger Schwerter mit einem polnischen Migrationshintergrund. Er erklärt, dass er Spaß am Ausleben von Traditionen und Kulturen habe. Sein Ziel ist die Förderung des kulturellen Austausches. „Wir sollten voneinander lernen,anstattuns, aufgrund von Vorurteilen, zu verurteilen. 

Suat Gülden ist 23 Jahre alt und studiert an der Universität Duisburg-Essen Politikwissenschaften. Als Vorsitzender der Schwerter Jungen Liberalen kandidiert er für die Schwerte FDP, für den Stadtrat, den Integrationsrat und für den Kreisverband Unna als auch für den Kreistag in Unna. In seiner Freizeit ist er sportlich im Verein Holzpfoste Schwerte und spielt dort Fußball. In der Politik setzt er sich für Chancengleichheit ein. „Niemand darf aufgrund seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder seinem Geschlecht beurteilt werden, wenn er oder sie sich für eine Stelle bewirbt.“, unterstreicht Gülden. „Für mich zählt der Mensch als Mensch und Vielfalt statt Einfalt und dafür möchte ich mich im Integrationsrat einsetzen.“ , äußert Suat Gülden als seine Hauptmotivation.

Ilayda Gülden ist eine 20-jährige BWL-Studentin, die auch jahrelang ein FDP-Mitglied ist und sich zusätzlich für die Integrationsarbeit engagieren möchte.

Selma Caliskan, geboren und aufgewachsen in Schwerte, ist im Bereich der Bildung und der Erziehung aktiv tätig. Sie leitet zwei Griffbereitkurse in Schwerte für das kommunale Integrationszentrum in Bergkamen. Caliskan setzt auf Menschennähe und -kontakt und möchte sich, stützend an ihre Erfahrungen, in die Integrationsarbeit mit einbringen.

Izel Cam, gebürtige Schwerterin, 22 Jahre alt, studiert zurzeit Germanistik auf Lehramt. Bereits in ihrer Schulzeit engagierte sie sich für soziale Projekte, für Courage und gegen Rassismusund Diskriminierung. 

„Die Integration ist ein Teil von mir. Sie prägt mich bis heute. Als ein bilingual aufwachsendes Kind hatte auch ich Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Heute studiere ich Germanistik. Dieses Resultat zeigt erfolgreiche Integrationsarbeit. Mein zentrales Ziel ist es, Menschen positiv zu prägen und ihnen zu helfen. Vor allem die Nähe zur Jugendist für mich von besonderer Bedeutung. Eine erfolgreiche Kommunikation führt zu Veränderungen, die mit Händen unser aller geformt werden kann. Für mich ist Integration das Vereinen aller Stimmen. Wir agieren als eine gemeinsame Stimme.“

Regina Zurnieden, 47 Jahre alt, CDU-Ratskandidatin, arbeitet in einer öffentlichen Apotheke in Schwerte.

Ein friedliches und vor allem ein freundliches Miteinander sind von besonderer Wichtigkeit für Zurnieden. 

„Jeder Mensch hat eine Stimme.“, dafür will sich Zurnieden im Integrationsrat einsetzen.

Ömer Kars trägt in sich zwei Herzen und zwar einerseits das türkische und andererseits das deutsche Herz. Geprägt von seinem türkischen Migrationshintergrund und von Schwerte erfährt Kars diese Kombination als eine schützenswerte Bereicherung, welche auch insbesondere seinerseits an die nachfolgende Generation mit in die Hand gegeben wird. Nach seiner erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung fing Kars vor 20 Jahren an in einem Prüflabor als Werkstoffprüfer zu arbeiten. In seiner Tätigkeit als Werkstoffprüfer achtet er auf das Einhalten der Standards und die Verbesserung der Qualitäten durch Prozessoptimierungen.

Metaphorisch überträgt der IPM-Kandidat seine Tätigkeit in diesem Sinne auf die Integrationsarbeit: „Im Integrationsrat möchte ich genauso wie in meinem Beruf: Integration prüfen, Integration verbessern, Integration optimieren!“

Kazim Yeniaydin, 48 Jahre alt, setzt sich für ein gemeinsames respektvolles Miteinander ein.

Aynur Yavuz, CDU-Ratskandidaten, erklärt: „Integration braucht Herz. Ich setze auf eine junge, bunte und internationale Zukunft.

„Schwerte ist eine weltoffene Stadt in der Integrationspolitik. So soll es auch bleiben!“, ergänzt Aynur Yavuz.

PM: CDU Schwerte

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