Schwerter SPD-Fraktion schlägt neue Wohnform Tiny House zur Überprüfung vor

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Symbolbild

Tiny Houses, winzige Häuser – so heißt ein neuer Trend auf dem Wohnungsmarkt, der auch für Schwerte äußerst interessant sein könnte. „Gerade in Städten mit Wohnraumknappheit und der damit verbundenen Wohnraumverteuerung kann das Wohnen und Leben in Minihäusern, in Tiny-Houses, eine preiswerte, nachhaltige Alternative darstellen“, erklärt Simon Lehmann-Hangebrock, Ratsherr der SPD. Diese Wohnform bzw. dieser Lebensstil ist in Deutschland noch nicht sehr verbreitet, gewinnt aber zunehmend bei Jung und Alt an Beliebtheit, immer mehr Menschen interessieren sich für diese Form des Wohnens mit verkleinerter Wohnfläche. In vielen NRW-Städten gibt es mittlerweile zahlreiche TinyHouse-Initiativen und Vereine. Die Stadt Dortmund realisiert gerade eine solche Siedlung auf einem ehemaligen Sportplatz in Dortmund-Sölde. Hier soll ein kleines autofreies Quartier entstehen, wobei auf der beplanten Fläche mehr Menschen wohnen können als bei einer klassischen Einfamilienhaussiedlung. Interessent*innen kommen aus ganz Deutschland.

Auch Schwerte muss – laut städtischem Handlungskonzept Wohnen – massiv in weitere Wohnbebauung und insbesondere in den öffentlich geförderten Wohnungsbau investieren. Dazu bekennt sich die Schwerter SPD. „Es ist unser Ziel, die Schwerter Bevölkerung mit ausreichendem und qualitativ gutem, für alle Bevölkerungsteile bezahlbarem Wohnraum zu versorgen“, betont der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Seelbach. Die SPD Fraktion möchte deshalb die Stadtverwaltung beauftragen zu prüfen, ob das Wohn-Konzept der Tiny Houses auch in Schwerte von Interesse ist, umsetzbar wäre, und welche Standorte hierfür in Frage kämen.

Klassische Baulücken werden meistens mit sehr hochwertiger Bebauung für eine zahlungskräftige Klientel gefüllt. Tiny Houses bieten hierzu eine Alternative: Das Leben auf kleinem Raum kann in vieler Hinsicht preiswerter als konventionelle Wohnformen, beispielsweise in einem großen Ein- oder Mehrfamilienhaus, sein. Auf weniger Raum bauen, bedeutet meistens auch preiswerter und ökologischer bauen. Zudem brauchen Minihäuser kein Fundament. Tiny-Häuser können sich daher auch jene leisten, die kein Budget für den Bau und das Material eines großen Hauses aufbringen können oder möchten. „Natürlich lassen sich die Probleme des mangelnden Wohnraumes und der gestiegenen Immobilienpreise in und um Schwerte dadurch alleine nicht lösen“, so Marc Seelbach. „Aber wir sind der Meinung, dass die Möglichkeiten dieses Wohnkonzeptes für Schwerte überprüft werden sollten, um neue Wege zu gehen und die Chance für mehr Wohnraum in Schwerte auszuloten.“ Viele Tiny-Häuser haben häufig für die Strom- und Warmwassergewinnung Solarzellen auf dem Dach und sind als Niedrigenergiehäuser konzipiert, deshalb kann diese Wohnform auch einen Beitrag leisten zum Erreichen der kommunalen Klimaziele.

PM: SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte

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