Der Rat der Stadt Schwerte hat den Weg für den ersten Bürgerrat geebnet. In seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen die Ratsmitglieder das Konzept zur Einführung des neuen Beteiligungsformats. Damit steht der organisatorische Rahmen fest. Der erste Schwerter Bürgerrat soll sich im Jahr 2027 mit dem Thema „Sicherheit und Zusammenleben in Schwerte“ beschäftigen.
Die Einführung eines Bürgerrats geht auf einen Grundsatzbeschluss des Rates aus dem November 2025 zurück. Auf dieser Basis hat die Stadtverwaltung das nun verabschiedete Konzept erarbeitet. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen und ihre Perspektiven in die kommunale Meinungsbildung einfließen zu lassen.
Der Bürgerrat soll aus bis zu 30 per geschichtetem Losverfahren ausgewählten Schwerterinnen und Schwertern bestehen. Die Arbeitsphase ist auf sechs bis zwölf Monate angelegt und umfasst rund 30 Stunden Sitzungszeit. Für ihre Teilnahme erhalten die Mitglieder nach Abschluss ein Zertifikat sowie eine öffentliche Würdigung. Außerdem können unter anderem Fahrtkosten, Parkgebühren sowie Ausgaben für Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen erstattet werden.
Inhaltlich wird sich der erste Bürgerrat mit der Frage befassen, wie sich das Sicherheitsgefühl, das respektvolle Miteinander und der gesellschaftliche Zusammenhalt in Schwerte stärken lassen. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen anschließend als Empfehlungen an Rat und Verwaltung übergeben werden.
Bürgermeister Dimitrios Axourgos sieht in dem Beschluss einen wichtigen Schritt für die Bürgerbeteiligung: „Mit dem Bürgerrat schaffen wir in Schwerte ein neues Beteiligungsformat, das unterschiedliche Perspektiven aus der Stadtgesellschaft zusammenbringt und wichtige kommunale Themen aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger in den Blick nimmt. Der jetzt gefasste Beschluss ist ein wichtiger Schritt, um dieses Verfahren erstmals konkret auf den Weg zu bringen.“






