Die Ratsfraktion der Linken mahnt bei der Diskussion um die Nutzung des Postplatzes zu viel mehr Zurückhaltung. „Da gibt es Menschen, die den Platz zu dem Zweck nutzen, für den er angelegt ist, nämlich zur Begegnung, zum Austausch, für ein Bierchen unter Bekannten“, konstatiert Fraktionsvorsitzender Peter Weyers. Die meiste Kritik zum möglicherweise störenden Verhalten eines bestimmten Personenkreises kommt aber von Menschen, die diesen Platz gar nicht nutzen.
Weyers: „Und das ist unserer Meinung nach der Punkt: Wenn der Postplatz von viel mehr Bürgern genutzt würde, zum Beispiel für eine Pause beim Einkauf oder um Stöbern m Bücherregal, würde die so entstehende soziale Kontrolle für mehr Beruhigung sorgen“.
Die Menschen, die auf dem Postplatz für Lautstärke und vielleicht auch für Verunreinigungen sorgen, können durch amtliche Ordnungsmaßnahmen nur vertrieben werden. Ihnen steht der Aufenthalt auf diesem Platz aber genauso zu, wie allen anderen Bürgern dieser Stadt. Die „Auffälligen“ vom Ordnungsamt oder der Polizei von einem Treffpunkt zum anderen zu jagen, gilt es dringend zu vermeiden. Stattdessen müssen ausgebildete Fachkräfte sich um die Menschen kümmern und Anlässe und Gründe für das auffällige Verhalten in den Blick nehmen. Der VSI, der eben nicht Ordnungsbehörde ist, sondern Hilfen versprechen kann, leistet nach Meinung der Linksfraktion hier sehr gut Arbeit. Die gilt es auszubauen.
Durch vorbildhaftes Verhalten der gesamten Stadtgesellschaft entsteht nach Meinung der Linksfraktion ein dauerhaftes Miteinander.
PM: Ratsfraktion der Linken






