Flexibilität ist Trumpf 

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Foto: Marienkrankenhaus Schwerte

Marienkrankenhaus Schwerte reagiert in der Pflege mit Arbeitsmodellen auf individuelle Bedürfnisse

Arbeitszeiten nach der persönlichen Lebenssituation, Einsatzbereiche nach Neigungen und Interessen: Um demFachkräftemangel in der Pflege zu begegnen, hat sich die Pflegedienstleitung des Marienkrankenhaus Schwerte den sogenannten FlexPool ausgedacht.

„Erst gestern ist eine Studie veröffentlich worden, nach der durch bessere Rahmenbedingungen fast 160.000 Fachleute, die den Kliniken sowie den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen den Rücken gekehrt haben, wieder bereit wären, in den Beruf zurückzukehren“, berichten Raphaela Vogel und Jens Honert, die als Team an beiden Klinikstandorten rund 500 Pflegefachleute betreuen.

In Gesundheitswesen seien in der Vergangenheit Fehler begangen worden, als Pflege als Kostenfaktor betrachtet und Personal abgebaut wurde. Honert: „Im Marienkrankenhaus steuern wir bereits seit Jahren dagegen. Die Einhaltung von Personaluntergrenzen auf den Stationen oder die Übernahme von kompletten Ausbildungsjahrgängen ist obligatorisch.“ Darüber hinaus gehe es um weiche Faktoren wie Zusatzrente, betriebliche Vergünstigungen und Angebote wie das Jobradoder die Möglichkeit, sich Firmenfahrzeuge auszuleihen.

„Die zunehmende Arbeitsverdichtung versuchen wir abzufedern, damit die Pflegekolleg:innen sich nicht nach wenigen Jahren ausgebrannt fühlen und sich umorientieren“, setzt die Pflegedienstleitung außerdem auf den FlexPool und Berechenbarkeit. Mitarbeiter:innen können durch Flex-Dienste Arbeitstage und Urlaubstage verbindlich vorgeben. Raphaela Vogel: „Zum Beispiel für Eltern/Mütter nur vormittags oder für Studierende und geringfügig Beschäftigte nur nachts und am Wochenende.“ Durch das Flex-Arbeitszeitkonto könnten Interessent:innen als teilzeitbeschäftigter Mitarbeiter einen Monat arbeiten und anschließend einen Monat frei nehmen – dabei in beiden Monaten die vertraglich geregelte Vergütung bekommen. Zur Flex-Vergütung gehört es, dass fünf Urlaubstage zusätzlich gewährt werden. Bei der Wahl des Flex-Arbeitsbereiches dürfen auch Interessen eine Rolle spielen. „Im Gespräch lässt sich immer eine Lösung finden“, sieht Jens Honert auf der Gegenseite des Flexpools die Notwendigkeit, als Arbeitgeber ebenso unkonventionell zu sein. „Den Befragten in der aktuellen Studie ging es weniger um bessere Bezahlung. Vielmehr auch um Planbarkeit. Das bieten wir mit dem Arbeitszeitmodell“, führt Jens Honert aus, dass den Kolleg:innen zwei Wochen vor dem Monatsbeginn die verbindliche Einsatzplanung zugesendet werden würde.  

PM: Marienkrankenhaus Schwerte

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