Zuhörtour beim Verein für trauernde Kinder und Jugendliche 

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Foto: Bianca Dausend

Dieses Mal macht die Zuhörtour von Ratsfrau Bianca Dausend mit dem Ratskollegen Egon Schrezenmaier beim Leuchtturm e.V. und Walburga Schnock-Störmer in Westhofen am Standort des Vereins Halt. Wenn man das Haus betritt, merkt man eine wohlige Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Viele selbstgestaltete Bilder schmücken die Räume und der Blick in den Garten verrät, dass auch dort Möglichkeit gegeben wird, um seiner Seele freien Lauf zu lassen. Denn der Verein, der durch die gute Seele und ausgebildete Dipl. Religionspädagogin Walburga Schnock-Störmer am Standort Schwerte ein außergewöhnliches Angebot bietet, widmet sich einem ernsten Thema. Leuchtturm e.V. bietet Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Eltern und Zugehörigen einen geschützten Raum für ihre Trauer nach dem Tod einer nahen Bezugsperson. 

Auch in der Vorbereitung auf den bevorstehenden Abschied finden Familien im Leuchtturm-Beratungszentrum Halt und Unterstützung.  Bianca Dausend und Egon Schrezenmaier erfahren, dass der Leuchtturm e.V., der alleine am Standort Schwerte neben einem Jugendcafé und einem Elterntreff fünf altersspezifisch orientierte Gruppen begleitet. „Wir arbeiten mit systemischen Ansatz und hochprofessionell“, so die engagierte Walburga Schnock-Störmer, die ein Team von 4 Hauptamtlichen und 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortet. „Wir haben unsere Arbeit von Studentinnen und Studenten begleiten lassen und eine Masterarbeit kam dabei zu dem Ergebnis, dass Kinder und Jugendliche, die von uns begleitet wurden, signifikant schneller seelisch stabil und in der Schule leistungsfähig wurden“, so Schnock-Störmer, die auch über die Jahre ein Netzwerk zu den Kliniken aufgebaut hat und mittlerweile eine Online-Beratung in der Zeit der Corona Pandemie aufgebaut hat, die sehr gut angenommen wird. Selbstverständlich wollten die beiden Ratsleute auch wissen, wo beim Verein der Schuh drückt. „Wir haben große Sorgen, denn die Spenden sind in der Corona-Zeit regelrecht eingebrochen“, so Schnock-Störmer, die ergänzt: „Ohne Förderungen von Stiftungen sähe es für den Verein schlimm aus“. „Wir sind dringend auf Spenden angewiesen, um diesen wichtigen Beitrag zur Trauerbegleitung von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Angehörigen anbieten zu können“, so die besorgte systemisch ausgebildete Beraterin.

 „Darüber hinaus achten Stiftungen zunehmend darauf, ob die Kommune, wo der Großteil der Beratungen stattfindet, hinter dem Verein steht“, fährt Schnock-Störmer fort, denn dies sei, insbesondere für Stiftungen wie ein Gütesiegel für Arbeit des Vereins vor Ort.  „Wenn Menschen nach dem schrecklichen Erlebnis in ein tiefes schwarzes Loch fallen und hier ohne fremde Hilfe nicht mehr raus kommen, dann wird es hinterher für den Steuerzahler richtig teurer“, ist sich Egon Schrezenmaier sicher. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir ein solches Angebot in Schwerte für trauernde Kinder, Jugendliche, Eltern und Angehörige haben. Jede weiß, wie schlimm es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Wie viel schlimmer diese Trauer auf Kinderseelen drückt, kann mit Sicherheit jeder nachvollziehen“, ist sich Bianca Dausend sicher.

Bianca Dausend und Egon Schrezenmaier, die über die Jahre bereits viel an den Verein gespendet haben, wünschen sich sehr, dass viele Menschen für dieses wichtige Schwerter Angebot auch in diesen schwierigen Zeiten spenden. „Jede Spende hilft uns“, so Walburga Schnöck-Störmer, die sich freute, dass die beiden Ratsleute sich vor Ort ein Bild gemacht haben. 

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