
Von Meike-Corina Kühne-Schmithausen
Wachwechsel in der Katholischen Akademie: Wo sonst stille Einkehr herrscht, wurde es am Montagabend politisch. 26 Delegierte sowie interessierte Zuschauer und Parteifreunde kamen zusammen, um die Weichen für die Landtagswahl 2027 im Wahlkreis 115 (Unna I) zu stellen.
Die Ausgangslage war klar: Ein Nachfolger für Hartmut Ganzke musste her. Ganzke, der im letzten Jahr bei der Bürgermeisterwahl in Unna unterlegen war, hatte bereits frühzeitig erklärt, nicht erneut für den Landtag zu kandidieren.

Krimi im ersten Wahlgang
Drei Namen gingen ins Rennen: Bernd Dreisbusch (Unna), unser Schwerter Kandidat Jens Krammenschneider-Hunscha und Matteo Weitner. Der erste Wahlgang lieferte folgendes Bild Dreisbusch vorne, unser Schwerter Hoffnungsträger Jens Krammenschneider-Hunscha auf dem zweiten Platz, ihm fehlten drei Stimmen aus den eigenen Reihen, gefolgt von Matteo Weitner.

Doch zur Überraschung vieler kam es nicht zum Showdown in der Stichwahl. Sowohl Krammenschneider-Hunscha als auch Weitner zogen ihre Kandidaturen zurück. Die Wahlleitung musste kurzerhand die Stimmzettel für den verbliebenen Sieger anpassen.
Das Ergebnis: Ein Sieg mit Beigeschmack
Das finale Votum für Bernd Dreisbusch:
• 15 Ja-Stimmen
• 9 Nein-Stimmen
• 2 Enthaltungen

Ein Kommentar am Rande
Man muss jedoch ehrlich sein: Ein Traumergebnis sieht anders aus. Die neun Gegenstimmen bei nur 26 Delegierten sprechen eine deutliche Sprache – von geschlossener Einigkeit kann im Wahlbezirk aktuell keine Rede sein. Bleibt zu hoffen, dass dies kein Omen für einen weiteren Abwärtstrend der Bundes- und Landes-SPD ist.
Immerhin: In Schwerte scheint die SPD zuletzt vieles richtig gemacht zu haben, um die „gute alte Tante“ wieder näher an die Menschen zu bringen. Diesen Schwung wird Dreisbusch nun brauchen, um den Wahlkreis 115 zu halten.





