Weibsbilder-Abende im kommenden Jahr

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Pauline Stephan Foto: Stadt Schwerte

„Gusto und Genuss gestern und heute“ – das Motto der beliebten Weibsbilder-Reihe, veranstaltet von der Bürgerstiftung Rohrmeisterei und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Schwerte, gilt auch im Jahr 2021. Bei den Veranstaltungen in 2021 werden wieder historische Frauengestalten oder Frauenthemen und eine besondere „heutige“ Frau aus dem Schwerter Raum vorgestellt:

Die erste von sechs Veranstaltungen der Weibsbilderreihe startet am 27. April Vera Deckers, die  psychologisch tiefgründig, selbstbewusst und mit Esprit begeistert. Luftholen ist fast nicht möglich bei dem Tempo, mit dem sie durch die Abgründe des Lebens zieht. Und so manches, was sie ans Licht zerrt, ist wohlbekannt: Eine Verpackung ist oft wichtiger als der Inhalt. Mit Auszügen aus ihrem Programm „Wenn die Narzissten wieder blühen“ hält die Comedienne uns den Spiegel vor: Existent ist nur noch, wer online ist – und die Lautesten gewinnen. Sie trifft auf die real existierende Führungskraft, die Sozialdezernentin von Castrop-Rauxel und Schwerter Bürgerin, Regina Kleff.

Am 6. Juli stellt Claudia Wenzler Artemisia Gentileschi vor. Sie besaß eine außerordentliche Begabung und war eine gefragte und geschätzte Malerin ihrer Zeit. In der Kunstgeschichte geriet sie über Jahrhunderte in Vergessenheit. Erst in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als sich Kunsthistorikerinnen und Künstlerinnen auf die Suche nach ihren künstlerischen Ahninnen begeben, bekommt ihre Kunst allmählich Anerkennung. Artemisia Gentileschi und trifft auf die Schwerter Künstlerin Eva Hammoudo, deren kraftvolle kleinformatige Arbeiten selten eindeutig sind und viel Raum für Interpretationen lassen.

Als beliebte Expertin in Sachen Frauenbiografien stellt Suzanne Bohn am 17. August, die Schriftstellerin, Journalistin und Schauspielerin Marie Cardinal (1928 – 2001) vor. Ihr Leben verlief nicht linear, sondern mit vielen Brüchen, geschuldet den geschichtlichen Ereignissen ihrer Zeit. Sie trifft auf Serin Kabani, die ihren Weg als Zugewanderte nach Schwerte gefunden hat. Sie engagiert sich für interkulturelle frauenpolitische Themen und ist als Erste der Frauenliste „Starke Frauen für Schwerte“ in den Integrationsrat der Stadt Schwerte gewählt worden.Der 7. September steht im Zeichen von Schwerter Frauen im Nationalsozialismus. Kirstin ter Jung erzählt die Lebensgeschichten, die sie bei den Recherchen für ihren Stadtrundgang „Schwerte im Nationalsozialismus: eine Spurensuche an 12 Orten“ gefunden hat. Dabei geht es auch um das Frauenbild der NS-Zeit. Kirstin ter Jung ist Kulturwissenschaftlerin und studiert an der FernUniversität Hagen „Geschichte Europas“. Sie trifft auf die Sprecherin des Bündnis Schwerte gegen Rechts, Nele Blase. Die Studentin der Sozialen Arbeit setzt sich für eine tolerantere und sozial gerechtere Gesellschaft ein. Sie bezeichnet sich als Feministin und Antifaschistin und stellt sich dem Rechtsruck in der Gesellschaft entgegen.

Am 12. Oktober präsentiert Pauline Stephan am Violoncello, begleitet von Julian Richter an der Gitarre im “Duo Giussani” Werke von der Renaissance bis heute. Neben der Suche nach Originalstücken für diese besondere Präsentation, spielt das Duo diverse Bearbeitungen und eigene Arrangements. Sie präsentieren Werke osteuropäischer Komponistinnen. Neben der als Grande Dame der Estnischen Zeitgenössischen Musik geltenden Ester Mägi spielen sie drei Werke von jungen Komponist*innen aus Rumänien, Nordmazedonien und Russland, die extra für das “Duo Giussani” geschrieben wurden. Seit 2018 sind sie Stipendiat*innen der Stiftung “Live Music Now” von Yehudi Menuhin. Sie treffen auf Dr. Ulrike Pfau-Tiefuhr, die selbst Cello spielt und über ihre Arbeit aus dem Vorstand der Konzertgesellschaft Schwerte e.V. berichtet.

Das Weihnachtsspezial mit Edith Börner rundet dann das Weibsbilderjahr ab. Ihr Programm „Generation: fit & fertig – Mit gutem Karma zur Biotomate“ verspricht köstliche Unterhaltung und wird zum Weihnachtsmenü passgenau kredenzt: Jede Generation hat ihre eigene Macke. Die Babyboomer und postmaterielle- nach-68er-Generation revoltiert, damals wie heute, mit Konsumkritik und Aktionismus. Da wird gewellnesst, meditiert, Biotomaten gezüchtet und eine ganze Generation walkt am Stock durch heimische Grünanlagen. So viel Leben war noch nie!

Kulinarisch unterstützt werden die Abende von der Rohrmeistereiküche mit aufs Programm abgestimmten Köstlichkeiten in mehrgängiger Menüfolge. Tickets für 27 EUR können in der Rohrmeisterei telefonisch 02304-201 3001 oder per Mail info@rohrmeisterei-schwerte.de bestellt werden.

PM: Stadt Schwerte

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