Donnerstag, November 5, 2026
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Ungeklärte Mobbing-Vorwürfe im Jugendamt – Verwaltungsspitze weist Verantwortung von sich und ignoriert Nachfragen

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Foto: FDP Fraktion Schwerte

Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass es im Jugendamt der Stadt Schwerte über längere
Zeit mutmaßlich zu mehreren Fällen von „Mobbing“ und „Bossing“ zwischen einer Vorgesetzten
und mehreren Mitarbeitenden gekommen ist. Die Betroffenen sahen die Kündigung als letzten
Ausweg; interne Untersuchungen und Konsequenzen gab es lange nicht.
Erst nach einem ausführlichen Bericht der Ruhr Nachrichten und einer hitzigen Diskussion im
Stadtrat kam Bewegung in die Sache – so dachte man zumindest.
Nachdem sich nun monatelang nichts tat hat die FDP-Fraktion eine Anfrage zum Stand der
internen Untersuchung und der Veröffentlichung des abschließenden „Gutachtens“ gestellt.
Diese wurde von Seiten der Stadt wegen einer ungenauen Formulierung zurückgewiesen: Statt
eines „Gutachtens“ hätte man nach einem „Abschlussbericht“ fragen müssen; bei dem
gewählten Begriff könne die Verwaltung keine Auskunft geben. Die Verwaltung stößt alle vor
den Kopf: Die Betroffenen, die Gewerkschaft, die Politik und die Öffentlichkeit.
Renate Goeke, Fraktionsvorsitzende der FDP Fraktion, sieht hinter diesem Verhalten System: „In
den vergangenen Jahren sehen wir zunehmend, dass der Bürgermeister und Führungskräfte in
der Verwaltung bei Fehlverhalten die Schuld von sich weisen, nur das nötigste an Informationen
preisgeben und an konstruktiver Aufklärung kein Interesse zeigen. Das schadet dem Vertrauen
in das Verwaltungshandeln und letztlich auch dem Ruf der Stadt Schwerte als Arbeitgeber.“
Phillip Köhler, Ratsherr der FDP Fraktion, der erst durch persönliche Ansprache des
Bürgermeisters überhaupt den Grund der Nicht-Beantwortung erfuhr, ist schockiert: „Dieses
Theater ist ein neuer Tiefpunkt in der Amtsführung des Bürgermeisters, der qua Amt vor allem
Chef der Stadtverwaltung und aller Mitarbeitenden ist. Während seit
Monaten ein Feuerwerk an Versprechungen, Projektankündigungen und persönlichen
Erfolgsgeschichten aus dem Rathaus abgefeuert wird, werden interne Probleme systematisch
verschleiert und kleingeredet. Ich hoffe sehr, dass nach den Kommunalwahlen ein Sinneswandel
zugunsten der städtischen Mitarbeiter eintritt und auch der Personalrat hier mutiger auftritt.“
Aus vertraulichen Quellen wurde der Fraktion zugetragen, dass – anders als es
Verwaltungsvertreter behaupten – der Bericht schon in der Prüfung sei. Außerdem soll der
Sachverhalt auch bei der jüngsten Personalversammlung Thema gewesen sein. Bei dieser
Personalversammlung war jedoch eine Person dem Vernehmen nach nicht anwesend: Der
Gewerkschafts-Vertreter, der seinerzeit die Vorwürfe publik gemacht hatte und an der Seite der
Betroffenen steht. Zu diesen Gerüchten schweigen die Verantwortlichen ebenfalls bislang.

PM: FDP-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte

1 Kommentar

  1. Und trotzdem wiedergewählt…….
    Wie heißt es so schön: „Es gibt kein größeres Leid, als das was man sich selbst zufügt!“. In Schwerte wird sich nie was an der „Gutsherren-Mentalität“ und am Filz in der Verwaltung und dem „kölschen Klüngel“ ändern.

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