Die Grünen in Schwerte hatten für die „Schwerter Mitte” einen eigenen Entwurf vorgelegt: Das undichte Dach soll noch vor dem Winter gesichtert, Statik, Barrierefreiheit und die Zustimmung des Landes sollten vorab geklärt werden. Entstehen soll ein Haus der Stadtgesellschaft mit MitMachStadt und Stadtmarketing als Hauptnutzung, flexiblen Begegnungsflächen und einer Nutzung durch Vereine in festen Zeitfenstern – zusätzlich zur ursprünglich geplanten stadtgeschichtlichen Ausstellung. Der Antrag stützte sich auf umfassende Vorarbeit der Bürgerschaft.
Beschlossen wurde mit den Stimmen von SPD und CDU stattdessen, dass eine stark verkleinerte Stadtbücherei ins Alte Rathaus ziehen soll. Die Bücherei würde von 800 auf unter 300 Quadratmeter schrumpfen, der Bestand von 40.000 auf etwa 10.000 Medien.
Wir halten das für riskant: Das Gebäude für das Konzept zu klein. Ob die Decken die Last der Regale tragen, wurde bisher nur mündlich eingeschätzt, ein geprüfter Nachweis liegt nicht vor. Die Landesfachstelle für Büchereien hält eine Bücherei in diesem Haus nach eigener Auskunft ebenfalls für nicht realisierbar. Zudem steht die Zustimmung des Landes zum geänderten Nutzungszweck aus – die Stadt steht dem Land gegenüber für rund 5,6 Millionen Euro zweckgebundene Fördermittel ein, die bei abweichender Nutzung möglicherweise zurückgefordert werden können.
„Eine massive Reduzierung der Bücherei ist für uns mit dem Bildungsstandort Schwerte nicht vereinbar“, erklärt Ratsmitglied Katharina Hülsmann.
Unsere Priorität ist, dass das historische Gebäude gesichert wird. Dafür halten wir unseren Ansatz für den vernünftigeren Weg. „Wir hoffen sehr, dass wir uns irren und der beschlossene Plan förderfähig ist“, so Grünen-Fraktionssprecher Maximilian Ziel. „Zum Wohle unserer Stadt wünschen wir uns das von Herzen. Andernfalls droht die Gefahr, dass eines der historisch wichtigsten Gebäude zu einer Bauruine wird. Das wollen wir unbedingt verhindern.“
PM: Fraktion Die Grünen






