Samstag, Juli 25, 2026
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Schützenhof – ein Ort voller Geschichten

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Foto: © Thomas Schmithausen

Von Meike-Corina Kühne-Schmithausen

Der Schützenhof in Schwerte ist Geschichte. Für viele nur ein Sport- und Freizeitgelände, für mich ein Stück Heimat. Zwischen Schwimmbecken, Fußballplatz und Tribüne habe ich Kindheit, Familie und Gemeinschaft erlebt.

Als kleines Mädchen schwamm ich noch im alten Freibad – Chlorgeruch, kalte Pommes und das Gefühl, frei zu sein. Später kam das Freizeit-Allwetterbad, das meine Kinder prägte. Heute ist auch das längst Vergangenheit.

Mein Herz aber schlägt für den Fußballplatz des VfL Schwerte. Dort stand mein Vater Hermann Kühne im Tor der alten Herren, mal mit Glanzparaden, mal mit Humor. Legendär die Szene, als Charlie Lindner (als Vertretung für meinen Vater) nach einer Niederlage 13 Pils bei Margret Kamphausen bestellte – eins für jedes Gegentor, und eins nach dem anderen wegzog. Mein Vater war nicht nur Spieler, sondern auch Förderer. Mit meiner Schwester und mir drehte er unzählige Runden am Spielfeldrand – als Zuschauer, als Teil des Vereins.

Sonntage hatten ihren eigenen Zauber: das legendäre Kuchenbuffet der VfL-Frauen, Gespräche am Spielfeldrand, Kinder, die dem Ball nachjagten – auch mein Sohn Simon mit seinem Freund Felix. Kleine Szenen, die so viel größer waren als jedes Ergebnis.

Und der Schützenhof konnte mehr: Musik und Kultur. Vom Kneipenkulturfestival bis zu Konzerten unter der Tribüne – wenn OTC (Theo Spanke) oder die Lennerockers spielten, bebte der Beton und mit ihm die Menschen.

Heute stehen nur noch traurige Reste. Vereinsheim und Tribüne wirken verlassen. Doch für mich bleibt der Schützenhof lebendig.

„Die Bagger können Mauern abreißen, aber nicht das, was wir hier erlebt haben. Der Schützenhof lebt weiter – in unseren Erinnerungen.“

Auf zu neuen Ufern.

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