Stellungnahme der SPD Schwerte zur sogenannten Karte der Zerstörung

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Der Zusammenschluss der Bürgerinitiativen in Schwerte hat eine sogenannte „Karte der Zerstörung“ vorgelegt. Diese will die Schwerter SPD nicht unkommentiert lassen.

Karte der Zerstörung – das klingt bedrohlich, alarmierend, aufrüttelnd. Doch was bedeutet das für Schwerte? Bedeutet es, dass in Schwerte nichts mehr gebaut werden darf, weil das Westhofener Kreuz erweitert wird und an der Raststätte Lichtendorf der LKW-Parkplatz vergrößert wird? Ist die Ausweisung von Gewerbeflächen in Schwerte ein Zerstörungswerk? Dort siedeln sich Firmen an, die Gewerbesteuer zahlen. Ohne Gewerbesteuer keine städtischen Einnahmen. In den Firmen arbeiten viele Menschen. Um ein gutes Leben zu haben als Familie. Und um vielleicht in den sechs Neubaugebieten zu wohnen, die auch auf der sogenannten Liste der Zerstörung stehen. In Schwerte herrscht Wohnungsnot, vor allem an bezahlbarem Wohnraum. Ja, wir müssen radikal umdenken angesichts der Klimadramatik. Ja, wir müssen anders handeln als in der Vergangenheit. Aber die SPD Schwerte ist der Meinung: wir können das Bauen nicht komplett einstellen, wir müssen jedoch anders bauen. Energiesparend, mit Grün- und Solardächern, mit möglichst viel ökologisch vertretbaren Baustoffen, und möglichst wenig Flächenversiegelung, und die Ausgleichsflächen müssen von hohem ökologischen Rang sein. Die Politik der Stadt Schwerte muss alle Belange im Blick haben, nicht ausschließlich ökologische: Wohnen und Bildung, die Steigerung der Attraktivität der Stadt für die Bewohner*innen und die Unternehmen muss das Ziel verantwortungsvoller Politik sein. Die SPD Schwerte ist fest davon überzeugt, dass klimakonforme Entwicklung in der Stadt möglich ist – wenn sie denn politisch eine Mehrheit findet! Mit polemisch-plakativen Parolen und der Verdammung aller Belange jenseits ökologischer Fragen als fatalem Teufelswerk wird es jedoch keine Entwicklung geben. Schwerte muss aufpassen, dass es die Weichenstellungen für die Zukunft nicht weiter verpasst aufgrund von Blockade und Mutlosigkeit.

PM: SPD Schwerte

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