Stellungnahme der SPD-Fraktion Schwerte zur Zukunft der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule

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Archivbild

Die Entscheidung über einen Neubau oder eine Sanierung/Umbau am Standort der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule ist nicht einfach, weil viele Aspekte hineinspielen. Im Kern aber gilt es für jede Partei zu entscheiden, wofür sie steht: für die SPD Schwerte stehen die gerechten Bildungschancen aller Kinder in der Stadt an oberster Stelle. Bildung ist zukunftsentscheidend. Die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule hat ein hervorragendes Konzept vorgelegt und will eine Schule für alle Kinder sein, in der die zentralen Kompetenzen für das 21. Jahrhundert erworben werden sollen: nicht nur Wissen, sondern auch Selbständigkeit und soziale Verantwortung. Dafür braucht die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule ein Gebäude, in dem gelehrt, gelernt und im Ganztagsbetrieb gelebt werden kann. Nur ein Neubau – das ist das klare Ergebnis des Wirtschaftlichkeitsgutachtens – ermöglicht der Gesamtschule ihr pädagogisches Konzept richtig umzusetzen. Um eine solche Schule, wie wir sie jetzt beschließen wollen, werden uns andere Kommunen beneiden.
Die SPD Schwerte sieht sich außerdem in der Verantwortung, die momentan rund 600 Schüler*innen (und jährlich werden es mehr) und das Kollegium nicht einer Großbaustelle auszusetzen. Eine Sanierung und Erweiterung am Standort Bohlgarten ist nicht vergleichbar mit den zermürbenden Brandschutzmaßnahmen, die andere Schwerter Schulen in der Vergangenheit durchlaufen mussten. Die TFG müsste komplett umgebaut, saniert und erweitert werden – ein langer Bauprozess im Gebäude bei laufendem Schulbetrieb. So macht man eine Schule kaputt! Die SPD Schwerte steht zu ihrer Verantwortung gegenüber der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule, die aufgrund des überwältigenden Elternwunsches der Schwerter*innen gegründet worden ist. 
Wir fordern eine Kostendeckelung für den Neubau und sind sicher, dass dies besser ist, als sich auf das Abenteuer der Bestandssanierung einzulassen. Denn das jetzige Gebäude ist in verschiedenen Jahrzehnten entstanden, z.T. liegen noch nicht einmal aussagekräftige Unterlagen vor. Im übrigen zeigt das Wirtschaftlichkeitsgutachten auch auf, dass die jährliche Belastung für den Haushalt der Stadt Schwerte bei Neubau und Bestandssanierung ähnlich ausfällt. Denn ein Neubau kann als Investition, die das Vermögen der Stadt steigert, anders abgeschrieben werden. Welcher Standort der richtige für die TFG ist, das gilt es noch fachlich zu prüfen. Ein Neubau aber steht für die SPD Schwerte nicht in Frage. Wir schließen uns rundum dem an, was die Elternschaft der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule in ihrem Offenen Brief formuliert hat: „Jeder geäußerte Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Neubaus an neuer Stelle ignoriert nahezu jede bildungswissenschaftliche Erkenntnis der vergangenen 30 Jahre und missachtet den Bürgerwillen, den die Schwerter Bürgerinnen und Bürger mit dem Wunsch zur Gründung einer zweiten Gesamtschule mehr als deutlich artikuliert haben.“

PM: SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte

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