SPD-Fraktion für „Toleranz-Tunnel“

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Foto: © Thomas Schmithausen

SPD-Fraktion Schwerte stellt in der nächsten Sitzung des Integrationsrates den Antrag, das Projekt „Toleranz-Tunnel“ in Schwerte umzusetzen.

Hier der Antrag vom 11.01.2022:

An die Vorsitzende des Integrationsrates Frau Aynur Yavuz

Sehr geehrte Frau Yavuz,

die SPD Fraktion mit ihrer Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt bittet Sie, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Integrationsratssitzung am 09.02.2022 zu setzen, zu beraten und zu beschließen:

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, eine erstmalige Umsetzung des Projektes „Toleranz-Tunnel“ unter Einbeziehung des Bündnis gegen Rechts sowie der weiterführenden Schwerter Schulen im ersten Halbjahr 2022 entsprechend der Projektbeschreibung zu koordinieren.

Begründung:

Anhand konkreter historischer Beispiele verdeutlicht der Toleranz-Tunnel, dass mangelnder Respekt, Intoleranz, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und hasserfüllte Sprache zu Diskriminierung und Gewalt führen – eine Entwicklung, an deren Ende unter den entsprechenden historischen Gegebenheiten schlimmstenfalls ein Genozid stehen kann. Als Gegenmittel zeigt die Ausstellung die zentrale Bedeutung des gesprochenen Wortes, von gegenseitigem Respekt, der Zivilcourage und Solidarität und der Toleranz, verstanden als respektvollem und gedeihlichem Umgang miteinander und mit unseren Unterschieden. Ihre Bedeutung zu kennen und für sie einzutreten, ist fundamentales zivilisatorisches Rüstzeug einer modernen, heterogenen Gesellschaft.

Das Projekt:

Toleranz-Tunnel sind begehbare Strukturen und werden für einige Zeit auf öffentlichen Plätzen, vor Schulen, Universitäten, Betrieben oder religiösen Einrichtungen aufgestellt. Sie präsentieren Bilder, Texte und interaktive Elemente, auch wenn gewünscht mit jeweils maßgeschneiderten lokalen Bezügen. Die Ausstellung wird begleitet durch Informations- und Schulungsmaterialien für Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen. So wird der Impuls, der durch einen Besuch der physischen Tunnel ausgelöst wird, weiter verstärkt und in den Alltag verlängert. Das Projekt lädt zum Mitmachen ein. Es möchte im Rahmen der Ausstellungen einen Impuls für mehr Respekt und Toleranz setzen. Dieser Impuls wird optimal in Raum und Zeit verlängert, so dass sichtbare Zeichen in der Stadt verbleiben und Menschen animieren, sich respektvoll und tolerant zu verhalten. Toleranz-Tunnel können gebucht werden von Ausstellungspartnern vor Ort, wie zum Beispiel Städten oder Universitäten. Der Verein Toleranz-Tunnel e.V. stellt die Tunnel und Begleitmaterial zur Verfügung, übernimmt den Transport sowie den Aufbau und Abbau der Tunnel und bietet Materialien für die Schulung von Tunnellotsen und lokalen Lehrkräften an – alles komplett kostenlos. Die Ausstellung soll jeweils mindestens zwei Wochen an einem stark frequentierten öffentlichen Ort wie zum Beispiel einem Marktplatz aufgebaut bleiben. Die lokale Organisation übernehmen die Ausstellungspartner. Dazu gehören die Bereitstellung eines stark frequentierten öffentlichen Platzes (zum Beispiel Marktplatz) inklusive erforderlicher Genehmigungen, die Information der Presse, die Bewerbung der Ausstellung und die Einbindung lokaler Bildungseinrichtungen. Die Organisation von begleitenden Events wie Diskussionsveranstaltungen oder Konzerten, zu denen der Verein Toleranz-Tunnel e.V. gerne Anregungen und Kontakte bereitstellt, wird empfohlen. Die lokalen Ausstellungspartner werden auch angeregt, sogenannte Tunnellotsen zu werben, also Personen, die Besucher der Toleranz-Tunnel an einigen Tagen begleiten und die über Material von Toleranz-Tunnel e.V. leicht geschult werden können und insbesondere auch ein Netzwerk für mehr Toleranz aktiv mit aufzubauen (mit Unterstützung und Anregungen des Vereins Toleranz-Tunnel e.V.). Für die Vorbereitung empfiehlt es sich ungefähr sechs Monate Zeit einzuplanen.

Weitere Informationen sind der Homepage des Vereins zu entnehmen (https://www.toleranz- tunnel.de). Dort finden sich auch Informationen zu den Initiatoren und Unterstützern des Projekts (Antisemitismusbeauftragter, Dt. Bundestag u.a.).

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Schröder, Fraktionsvorsitzende

PM: SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte

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