Rückschau Gewässerschutz – Im Einsatz für sauberes Wasser

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Durch den Kreis Unna fließen Lippe und Ruhr. Und über den Datteln-Hamm-Kanal besteht ein Anschluss an das Westdeutsche Kanalnetz. Das Sachgebiet Wasser und Boden des Kreises Unna kümmert sich unter anderem als untere Wasserbehörde darum, dass das Wasser hier und in unzähligen kleineren Gewässern möglichst sauber ist. 2020 gab es wieder jede Menge zu tun.
 
Wo viel Verkehr fließt, kann es auch zu Unfällen und Pannen kommen. Das ist auf den Straßen und Autobahnen der Fall, und leider auch auf den Wasserstraßen im Kreis Unna. Insbesondere bei Lkw-Unfällen sind ausgelaufene Betriebsstoffe wie Öl und Diesel aufzunehmen und belastetes Erdreich zu entsorgen. 2020 hat es eine Steigerung der Fallzahl von 15 Prozent gegeben.
 
Sachgebietsleiter Marten Brodersen und sein Team sind übrigens nicht nur zu den Dienstzeiten zur Stelle, wenn solche Verunreinigungen gemeldet werden, sondern auch über die Rufbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit.
 
Mehr als 70 Einsätze  
„Wir leiten dann kurzfristig die aus Umweltsicht nötigen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen in Abstimmung mit den Einsatzkräften der Feuerwehr und externen Sanierungsfirmen ein“, erklärt Brodersen. Im vergangenen Jahr gab es 73 Einsätze zur Abwehr von Gewässerverunreinigungen. Zum Vergleich: 2019 war das 62 Mal nötig.
 
Die untere Wasserbehörde hat darüber hinaus zahlreiche weitere Aufgaben und ist unter anderem für die Erteilung wasserrechtlicher Erlaubnisse, die Überwachung von Abwassereinleitungen und die Zulassung von Geothermienutzungen zuständig.
 
Zulassung von Geothermienutzungen
Bei der Zulassung von Geothermienutzungen hat es nach einem erheblichen Rückgang der Fallzahlen in 2019 wieder eine deutliche Steigerung in 2020 gegeben. Bedingt durch Schadensfälle durch spontane Naturgasaustritte in Folge von Geothermiebohrungen in Lünen und Hamm in 2018 mussten die Sicherheitsvorkehrungen der Bohrfirmen in Abstimmung mit der Bezirksregierung als Bergbehörde und dem geologischen Dienst deutlich angepasst und verschärft werden. Dies hat zu einer Verzögerung bei den Zulassungen insbesondere im Jahr 2019 und Anfang 2020 geführt.
 
Nachdem die Bohrfirmen ihre notwendigen Sicherheitsmaßnahmen mit der Bergbehörde abgestimmt haben, wurden ab der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder deutlich mehr Geothermiebohrungen zugelassen. „Es ist mit weiteren Steigerungen zu rechnen, da die Erdwärmenutzung als regenerative Energie zu Heiz- und Kühlzwecken nach wie vor eine sinnvolle Alternative zu fossilen Energieträgern darstellt“, prognostiziert Sachgebietsleiter Brodersen.

PM: Kreis Unna

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