Mundschutz auf dem Markt: Stadt kündigt Kontrollen an

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(Foto: © Th.Schmithausen)

In Schwerte hat sich die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Wochenende fast verdoppelt. Hatte es am vergangenen Freitag noch fünf infizierte Menschen gegeben, sind es seit Montag (15. Juni) neun. Zu den neun Infizierten kommen zahlreiche Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne aufhalten müssen.

Es gibt Hinweise, dass der sprunghafte Anstieg auf Familien- und Nachbarschaftsfeiern, die nach der Lockerung der Coronaschutzmaßnahmen stattgefunden haben, zurückzuführen ist. Die Stadt Schwerte appelliert deshalb eindringlich an ihre Bürger*innen, auf Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen und da, wo es nötig ist, auf das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes zu achten. Jenny Golombek, Leiterin des Ordnungsamtes, zitiert aus der aktuell geltenden Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person ist verpflichtet, sich im öffentlichen Raum so zu verhalten, dass sie sich und andere keinen vermeidbaren Infektionsgefahren aussetzt“.

Das gilt insbesondere für Verkaufsstellen, also auch für den Wochenmarkt. Wer hier einkauft oder bummelt, ist verpflichtet, einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Wer den Markt zu Zeiten des Wochenmarktes nur überquert, um Geschäfte, die VHS, die ansässige Gastronomie oder sein Zuhause zu erreichen, unterliegt dieser Verpflichtung nicht. Trotzdem: „Wir bitten alle, die zu Zeiten des Wochenmarktes über den Marktplatz gehen, einen geeigneten Mund-Nasenschutz zu tragen“, sagt Jenny Golombek. Die Stadt Schwerte kündigt schon für den nächsten Markttag am Mittwoch (17. Juni 2020) entsprechende Kontrollen an.

Übrigens: Auf privaten Feiern sollte eine einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Dafür soll der Gastgeber eine Liste aller anwesenden Personen erstellen und diese Liste vier Wochen lang aufbewahrt.

PM: Stadt Schwerte

1 KOMMENTAR

  1. Das hat mich schon vor Wochen gewundert, als ich mit Mundschutz zum Kaffeetrinken auf dem Marktplatz war. Es ging recht lustig zu, die Kellnerin erst auf Nachfrage mit Mundschutz, und ausfüllen musste ich auch nichts. Man muss allerdings auch anmerken, dass dies von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich ist – aber als Angehöriger einer Risikogruppe reagiere ich halt etwas nervöser auf Leute, die ohne Mundschutz am Tisch vorbleischleichen oder mir in der Kassenschlange in den Nacken atmen.

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