Die Schwerter Links-Fraktion hat die Entscheidung des Hansevereins kritisiert, dem „Bündnis Schwerte gegen Rechts“ während des Pannekaukenfestes keinen Informationsstand zu gestatten. Fraktionsvorsitzender Peter Weyers sieht darin ein falsches Signal – insbesondere vor dem Hintergrund aktueller rechtsextremer Entwicklungen und Vorfälle in der Stadt.
„Wenn wir gerade mit Schaudern nach Sachsen-Anhalt schauen, dürfen wir unsere Situation hier nicht aus den Augen verlieren!“, erklärt Weyers. Die Auseinandersetzung mit rechtsextremen Tendenzen dürfe nicht allein auf andere Regionen oder spektakuläre Einzelfälle gerichtet werden. Auch in Schwerte gebe es nach Einschätzung der Links-Fraktion Anlass, wachsam zu bleiben und demokratisches Engagement sichtbar zu unterstützen.
Die Fraktion verweist dabei auf rechtsgerichtete Gruppen, die sich in der Stadt bewegten und nachts Schaufenster demokratischer Parteien verunstalteten. Gleichzeitig werde, so die Kritik, die Arbeit eines überparteilichen Vereins erheblich erschwert. Das Bündnis sei im bürgerlichen Spektrum fest verankert und setze sich gegen rechtsgerichtete Agitation und Propaganda ein.
Aus Sicht der Linken passe es deshalb nicht zusammen, einem solchen Zusammenschluss ausgerechnet bei einem großen, öffentlichkeitswirksamen Stadtfest keinen Platz für einen Informationstisch einzuräumen. Das Pannekaukenfest sei weit mehr als eine unpolitische Veranstaltung: Es bringe Menschen aus der gesamten Stadt zusammen und biete damit auch Raum für bürgerschaftliches Engagement und die Verteidigung demokratischer Werte.
Die Schwerter Links-Fraktion appelliert daher an den Hanseverein, seine Entscheidung zu überdenken und dem „Bündnis Schwerte gegen Rechts“ einen Stellplatz zu ermöglichen. „Das Hansefest kann nicht so unpolitisch sein, die Gefahr von Rechts nicht auch mit zu bekämpfen“, heißt es in dem Appell der Fraktion.






