Frühjahresbelebung stärker als Lockdown – Kurzarbeit bleibt stabilisierend

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Frühjahresbelebung stärker als Lockdown – Kurzarbeit bleibt stabilisierend Grafik: Kreis Unna

Im Kreis Unna reduzierte der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 301 auf 16.847. Im Vergleich zu März 2020 stieg die Arbeitslosigkeit um 2.555 (+17,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 7,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,7 Prozent.
„Im März hat die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt eingesetzt und dazu geführt, dass Arbeitslosigkeit in bemerkenswertem Umfang abgebaut wurde“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Entwicklung. Helm weiter: „Dieser Trend zeigt sich, wie schon im Vormonat, zunächst zwar nur in der Arbeitslosenversicherung, hier dafür umso deutlicher. Insbesondere viele Lebensältere konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.“ Hieran zeige sich, dass die Wirtschaft im Kreis Unna zu einer neuen Stabilität gefunden habe: „Während den ersten Eindämmungsmaßnahmen im letzten Jahr noch mit Unsicherheit und Stellenrückzug begegnet wurde, haben viele Betriebe mit Umstrukturierungen und zum Teil neue Konzepten auf die aktuellen Rahmenbedingungen reagiert mit der Folge, dass sie wieder Bedarf an neuen Beschäftigten erkennen und dauerhafte Perspektiven schaffen.“

Kurzarbeit
Bislang sind seit März 2020 insgesamt 4.849 Anzeigen auf Kurzarbeit für 108.585 Beschäftigte eingegangen. Mittlerweile liegen außerdem die finalen Zahlen zur tatsächlich in Anspruch genommenen Kurzarbeit bis einschließlich September vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld im Kreis Unna im April an 37.675 Beschäftigte aus 2.324 Betrieben und im Mai an 23.573 Beschäftigte aus 1.943 Betrieben ausgezahlt, bevor sich die Anzahl an betroffenen Betrieben ab Juni abschwächte. Den vorläufig niedrigsten Wert erzielte die Kurzarbeit im September. Damals wurde in 904 Betrieben von 7.747 Beschäftigten im Kreis Unna kurzgearbeitet.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt
Im Berichtsmonat meldeten sich 836 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 135 Personen (-13,9 Prozent) weniger. Im Vergleich zu März 2020 waren es 283 Personen (-25,3 Prozent) weniger. Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 861 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 62 mehr als im Vormonat (+7,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 86 Personen (-9,1 Prozent) weniger, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In neun der zehn Kommunen des Kreises Unna entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat rückläufig. Den größten Abbau verzeichnete Kamen (-2,8 Prozent bzw. 55 auf 1.891). Danach folgen Schwerte (-2,4 Prozent bzw. 42 auf 1.694), Lünen (-2,3 Prozent bzw. 110 auf 4.761), Unna (-2,0 Prozent bzw. 45 auf 2.159), Selm (-2,0 Prozent bzw. 19 auf 937), Bergkamen (-1,1 Prozent bzw. 29 auf 2.513), Werne (-0,9 Prozent bzw. neun auf 942), Holzwickede (-0,9 Prozent bzw. fünf auf 542) und Fröndenberg (-0,6 Prozent bzw. vier auf 637). Einzig in Bönen stieg die Arbeitslosigkeit an (+2,3 Prozent bzw. 17 auf 771).

Quelle: Kreis Unna

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