CDU beantragt Planungsstopp von Windkraftanlagen

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Antrag auf Planungsstopp von Windkraftanlagen 
Sehr geehrter Herr Kordt, sehr geehrte Damen und Herren,
die CDU-Fraktion beantragt, sämtliche weiteren Planungen des Bauvorhabens Windkraftanlagen in Schwerte-Ergste zu unterbinden und die Errichtung dieser und weiterer, ggf. geplanter zukünftiger Anlagen zu untersagen. 
Begründung:
Die Fa. Abowind möchte im Raum Schwerte-Ergste, hier südlich der JVA im Bereich Oberes Wannebachtal, eine Windkraftanlage errichten. Der geplante Standort befindet sich im Wald, welcher nur zu diesem Zweck geöffnet werden müsste. 
Zur Errichtung müssten hier etliche Are bis Hektar an Wald vernichtet und der Boden versiegelt werden. Die Versiegelung ist permanent. Zudem werden abermals Flächen in einem Bereich versiegelt, welche zur Zeit als Wasseraufnahme-/ Wasserspeicherfläche dringend benötigt werden.
Zum Zwecke der Anbindung an das Stromnetz und der Zuwegung werden ebenfalls einige Ar an Fläche dauerhaft versiegelt und gehen der Natur unwiderruflich verloren, Vegetationsschichten werden für lange Zeit gestört. 
Im Falle eines Brandes (in naher Vergangenheit des Öfteren geschehen) wäre die Feuerwehr nicht in der Lage, den Brand und dessen Ausbreitung, bei anhaltender Trockenheit mitweitreichendem Funkenflug, zu kontrollieren.
Gerade in diesem Bereich, wo eine bedrohte Vogelart ihr Revier und Brutgebiet hat, ist das Vorhaben aus ökologischer Sicht fatal. 
Ebenso ist der Aufstellungsort ein bekanntes Revier von Zwergfledermäusen bzw. zählt zu ihrem Einzugsbereich. 
Der Presse war in letzter Zeit zu entnehmen, dass Windräder einen enormen Vogel- wie auch Insektenschlag verursachen.Ein Windrad soll etwa 7 Milliarden Insekten im Jahr töten, die Vogelschlagzahlen sind stark standortabhängig; dabei bleibt zu berücksichtigen, dass Schwerte ein Zugroutengebiet für Vögel darstellt.
Je nach Windrichtung werden Anwohner und Insassen der JVA durch die Geräuschentwicklung der Flügel belästigt. Zubeachten bleibt hierbei die Größe des Windrads: Je größer die Flügel, desto schneller drehen sie sich – dadurch entsteht eine potentiell höhere Lärmbelästigung.
Des Weiteren ist der sogenannte Infraschall zu berücksichtigen. Bis dato liegen keinerlei wissenschaftliche Beweise vor, dass dieser Schall für die Anwohner nicht gesundheitsschädlich ist. Dieser Nachweis konnte bisherweder von Windradbetreibern noch von Herstellern  erbracht werden.
Ein Faktor, der weitere starke Störungen der Anwohner bedeutet, ist der Schattenwurf der Flügel, bezogen auf die enorme Höhe des Windrads und des Standorts. 
Gerade bei Sonnenstand Süd-/Süd-West verursachen die Flügel rotierende/laufende Schatten, die sich in Fenstern, auf Terrassen, Balkonen und Innenhöfen (hier besonders der JVA) abbilden. Damit ist eine enorme Minderung der Wohn- und Lebensqualität verbunden. 
Bei einem Verzicht auf Windräder/Windenergie in dem geplanten Bereich sind andere Möglichkeiten der Stromgewinnung in Betracht zu ziehen. Für Ergste sollte eher eine Photovoltaik-Anlage erwogen werden, denn dabeiwerden kaum Flächen versiegelt und weitreichende Habitatefür bodenlebende Tiere geschaffen.
Aufgrund der umliegenden Agrarwirtschaft könnte auch noch eine Biogasanlage in Betracht gezogen werden. 
Diese versiegelt zwar auch Fläche, hat jedoch nicht die Ausmaße an Emissionen im Vergleich zu einer Windkraftanlage. 
Windräder gehören nicht in den Wald, insbesondere nicht dann, wenn Wälder extra für diese geöffnet, Lebensräume beeinträchtigt, sogar vernichtet werden. 
Es gibt geeignetere Standorte, bei denen Mensch und Tier weniger beeinträchtigt, vertrieben, oder sogar getötet werden.
Wir bitten um eine kurzfristige und auch zukünftige Beendigung des Bauvorhabens. 
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Krause, (stellv. Fraktionsvorsitzender)
 

PM: CDU-Schwerte

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