Am 5. Juni ist Tag der Organspende

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Symbolbild

„Organe spenden heißt Leben retten! Es ist wichtig, dass wir uns das immer wieder ins Gedächtnis rufen“, erklärt die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Frau Prof. Claudia Schmidtke, MdB, anlässlich des Tags der Organspende am 5. Juni. Dies sieht auch das Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei Organspende vor, das zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten wird. Künftig werden Hausärztinnen und Hausärzte ihre Patientinnen und Patienten alle zwei Jahre über die Organ- und Gewebespende beraten und die Ausweisstellen von Bund und Ländern Aufklärungsmaterial und Organspendeausweise aushändigen.

„Die Entscheidung über die eigene Organspendebereitschaft ist sehr persönlich“, führt Schmidtke aus, „und es freut mich, dass sie ab dem kommenden Jahr auch in einem Online-Register dokumentiert werden kann.“ Die Möglichkeit, die eigene Entscheidung in einer Patientenverfügung oder einem Organspendeausweis zu dokumentieren, bleibt weiter bestehen und wird aktuell von 44 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger genutzt.

Mit dem am 1. April 2019 in Kraft getretenen Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und Struktur bei der Organspende hat der Gesetzgeber dafür gesorgt, dass die strukturellen Voraussetzungen für Organ- und Gewebespenden ebenfalls gestärkt und gefestigt werden. So werden Entnahmekrankenhäuser besser vergütet und durch einen neurologischen Konsiliardienst unterstützt. Die Transplantationsbeauftragten in den Krankenhäusern haben mehr Befugnisse und auch Zeit erhalten, um sich ihren Aufgaben und vor allem auch den Betroffenen intensiver widmen zu können.

Im Jahr 2020 haben 913 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Jeder dieser Menschen hat durchschnittlich drei weiteren Menschen die Chance auf ein längeres Leben ermöglicht. Auch wenn die Zahl der Organspenden in Deutschland durch die Corona-Pandemie in Deutschland – im Unterschied zu vielen anderen Ländern – nur leicht gesunken ist, kann weiterhin nicht allen Menschen auf der Warteliste rechtzeitig geholfen werden. Insgesamt 9183 Patientinnen und Patienten warteten Ende 2020 noch immer auf ein Spenderorgan. „Daher plädiere ich dafür, dass wir uns mit Freunden, Angehörigen und auch als Gesellschaft austauschen und die eigene Sterblichkeit gemeinsam thematisieren. Der Tag der Organspende bietet hierfür eine gute Gelegenheit“, so die Patientenbeauftragte abschließend.

PM: BMG, Patientenbeauftragte

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