Albin Lenhard liest noch einmal aus „Ostwind“ in St. Thomas Morus Villigst

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Foto: Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Schwerte

Vor ein sehr kritisches Publikum wagte sich Dr. Albin Lenhard mit seinem neuesten Buch “Ostwind”: Im Gemeindehaus von St. Antonius am Brauck in Geisecke waren etliche alteingesessene Gemeindemitglieder erschienen. Sie erkannten in Lenhards Kindheitserinnerungen an ihr Heimatdorf doch alles genauso wieder, wie der Chronist es aus seiner kindlichen Erinnerung heraus aufgeschrieben hatte. Lenhards Liebeserklärung an den vom längst verschwundenen Güterbahnhof geprägten Schwerter Ortsteil kamen sehr gut an. Über 30 Zuhörerinnen und Zuhörer waren gebannt und gespannt, die Erlebnisse des kleinen, aus Pommern vertriebenen Jungen waren sehr nachvollziehbar und authentisch erzählt. Lenhard schildert das Überleben in der Nachkriegszeit mit seiner alleinerziehenden Mutter sehr beredt, in den Texten auftauchende Zeitgenossen sind allerdings anonymisiert. Und trotzdem erkannten die alten Geisecker so manches Geisecker Original wieder.

In “Ostwind” schildert Lenhard nach den Geisecker Geschichten auch seine Kindheit im vom Krieg heimgesuchten ländlichen Pommern, kehrt am Schluss aber wieder zu Schwerter Details und Anekdoten zurück.

„Ostwind“ ist der Rufname des mit seiner Mutter aus Pommern vertriebenen Jungen, der sich im Westen zurechtfinden muss. Mosaikartig werden Vertriebene und Einheimische mit ihren Lebensbedingungen in vielen Mini-Geschichten dargestellt: Mutter Franziska fährt zum Hamstern ins Münsterland, sie berichtet vom „Fringsen“, schimpft über so genannte Onkelehen und schwärmt von Hans Albers und Zarah Leander.

Aber die Figuren dieses Romans zeigen auch, wie man – gestärkt durch den christlichen Glauben – schwierigste Notlagen überstehen kann. Lenhard, der jetzt in München lebt, liest auf Einladung der kfd-Gruppen Villigst und Ergste noch einmal, und zwar am Mittwoch, 16. November, 15 Uhr, in der FamilienKirche St. Thomas Morus, Schröders Gasse 3, in Villigst. Der Eintritt ist frei. Es besteht Gelegenheit Albin Lenhards Buch zu erwerben.

PM: Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Schwerte

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