12.000,00 € für das Brücke-Projekt – Zahnärzte sichern die Arbeit mit gefährdeten Jugendlichen 

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So viel Hilfe für das Brücke-Projekt…! Die Schwerter Zahnärzte setzen ein Zeichen für die Arbeit mit gefährdeten Jugend-lichen. (v.l.) Dr. Georg Schülke, Dr. Jürgen Buckemüller, Michael Bakker, Ulrich Groth (VSI), Dr. Matthias Mertens, Alexandra Schmalenbach (VSI). Quelle: VSI

Brücken sind heute ins Gerede gekommen – weil sie häufig marode und nicht mehr tragfähig sind. „Aber genau das gilt nicht für das Brücke-Projekt des VSI“, wendet Michael Bakker ein, der Vorsitzende des Vereins ‚Schwerter Zahnärzte Helfen‘, „ganz im Gegenteil, diese Brücke funktioniert und trägt, davon haben wir uns überzeugt!“ 

Gemeinsam mit drei Vorstandskollegen hat sich der Zahnarzt auf den Weg zum Verein für Soziale Integrationshilfen (VSI) gemacht, um eine Spende über 12.000 € zu übergeben. 

Alexandra Schmalenbach, die nicht nur Sozialarbeiterin, sondern auch Kriminologin ist, freut sich und erläutert, dass es natürlich nicht um ein Bauwerk im gegenständlichen Sinne geht. „Wir kümmern uns im ‚Brücke-Projekt‘ um straffällig gewordene und entsprechend gefährdete junge Menschen.“ Sie macht die Spannbreite der Delikte deutlich und führt aus, dass es nur in seltenen Fällen zu schweren Straftatbeständen kommt. Eine zeitnahe Reaktion sei wichtig. Damit sich das Fehlverhalten nicht verfestigt, müssten die Betreffenden sich frühzeitig mit ihren Verfehlungen auseinandersetzen und lernen, hierfür Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel im ‚Täter-Opfer-Ausgleichsverfahren‘. „Wir dürfen sie nicht ‚verlieren‘“, so Schmalen-bach, „deswegen versuchen wir, ihnen ‚eine Brücke‘ zu bauen.“ 

Die Schwerter Zahnärzte stimmen zu. „Uns hat besonders beeindruckt, dass diese Arbeit am Puls der Zeit stattfindet und beispielsweise die zunehmenden Gefahren durch die Digitalisierung aufgreift“, sagt Dr. Jürgen Buckemüller. 

So hat der VSI einen Fachtag zu Cybermobbing organisiert, die Akteure der Strafrechtspflege vor Ort an den Tisch gebracht und unlängst einen Sozialen Trainingskurs für Jugendliche durchgeführt, die leichtfertig kinderpornografisches Material in Chatgruppen verschickt haben. 

Und was ist nun der genaue Hintergrund der Spende? 

„Die Arbeit mit jungen Straftätern ist eigentlich eine öffentliche Pflichtaufgabe“, stellt VSI-Vorstand Ulrich Groth klar, „deswegen wird sie auch weitestgehend durch Mittel des Landes und der Kommune finanziert. Aber 10% muss der Träger selbst aufbringen; das sind ca. 12.000 €, die für den VSI eine große Herausforderung darstellen“. Man sei sich schnell einig gewesen, das Schwerter Brücke-Projekt finanziell abzusichern, betont Dr. Matthias Mertens, weil es in dieser Form nur eines von 10 landesweit anerkannten Projekten sei und sich im Interesse junger Menschen und ihres gesellschaftlichen Standorts wirklich lohne. Und Dr. Georg Schülke, der bei den Zahnärzten für die Finanzen zuständig ist, pflichtet bei, „das dürfte ganz sicher auch im Sinne unserer Patienten sein, deren Zahngoldspenden die Unterstützung letzt-lich überhaupt erst möglich gemacht haben.“ 

PM: Verein für Soziale Integrationshilfen Schwerte e.V.

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