Zukunft ist jetzt! 8-Punkte-Plan der SPD Schwerte für Wirtschaft und Arbeit

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Foto: SPD Schwerte

Am gestrigen Montag, 20.07.2020 stellte die Schwerter SPD ihren 8-Punkte-Plan für Wirtschaft und Arbeit vor, hier der Originaltext:

Die Insolvenz von Hoesch trifft Schwerte hart: vor allem, weil ein wichtiger und großer Arbeitgeber verschwindet und dadurch zahlreiche Arbeitnehmer*innen und Familien in die Arbeitslosigkeit stürzen; aber auch, weil erneut deutlich wird, dass Schwerte Teil des Strukturwandels im Ruhrgebiet ist. Die Montanindustrie, die über mehr als 100 Jahre, auch in Schwerte für Arbeit und Wohlstand gesorgt hat, verliert immer weiter an Bedeutung. Vorrangig müssen wir den Beschäftigten, die von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit bedroht sind, jede denkbare öffentliche Unterstützung zukommen lassen.

Darüber hinaus ist es, nach Meinung der SPD Schwerte, genau jetzt entscheidend, mit Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik Impulse zu setzen gegen Kurzarbeit und drohende Insolvenzen. Angesichts des Corona-Schocks, der viele Branchen betrifft, muss das Ziel sein: Die Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig sozial, klimafreundlich und innovativ umbauen. „Wenn wir jetzt investieren und anpacken, stärken wir lokale Wirtschaftsstrukturen, an denen zahlreiche Arbeits- und Ausbildungsplätze hängen.“, so SPD Ratskandidat Marc Seelbach. 

Konkrete Vorschläge hierzu legt die SPD Schwerte in ihrem 8-Punkte-Plan für Wirtschaft und Arbeit vor. 

1. Verstärkte Ansiedlungsbemühungen: Die Gesundheitswirtschaft z. B. ist in Nordrhein-Westfalen die größte Wachstumsbranche, mit mittlerweile 1,3 Mio. Beschäftigten. Daneben gibt es hohes Entwicklungspotential im Bereich der digitalen Kommunikation und im Dienstleistungssektor.  Vorfahrt für Unternehmen mit digitalen, innovativen und ökologisch ausgerichteten Geschäftsmodellen! Und warum soll Schwerte nicht werden, was Soest und Iserlohn längst sind: Standort einer Hochschule. 

2. Gründungsoffensive #Start-up02304: Schwerte ist umgeben von Universitäten und Fachhochschulen. Dort studieren unsere Abiturientinnen und Abiturienten und dort wird aktuell massiv in die Start-up Förderung investiert. Das muss auch in Schwerte passieren, z. B. mithilfe von Mentor*innenprogrammen, durch Beratungsangebote und die Bereitstellung kostenloser Büroräume für Unternehmensgründer*innen, durch MutmachInitiativen für Frauen mit Gründungsideen –  oder auch durch Sonderprogramme für Start-ups von Sparkasse und Volksbank.

3. Bestandssicherung der heimischen Wirtschaft: Glasfaserausbau, attraktive Gewerbeflächen, konstruktive Beratung durch die TWS, gute Vernetzung – damit kann die heimische Wirtschaft unterstützt werden. Das Handwerk ist mit rund 130 Ausbildungsberufen bundesweit auch einer der größten und vielfältigsten Ausbilder der Stadt. Dies gilt es wertzuschätzen und zu pflegen, auch durch städtische Vernetzungsforen und Veranstaltungen. Die Abschaffung der Gebühren für die Straßensanierung in NRW (KAG) ist ein wichtiges Ziel der SPD – auch um Unternehmen zu entlasten.

4. Ausbildung/Arbeitsmodelle/Fachkräfte: Ausbildungsgarantie im Kreis Unna! Vor Beginn der Corona-Krise ist dieses Ziel erreicht und die Jugendarbeitslosigkeit im Kreis halbiert worden. In enger Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern und Kammern muss dies weiterverfolgt werden. Durch Corona sind neue Formen des flexiblen Arbeitens, z.B. im Homeoffice, selbstverständlich geworden. Doch auch hierfür sind betriebliche Regelungen erforderlich. In Schwerte fehlt im Übrigen ein Fachkräfteportal: Jemand der bei einer Firma nur zweite Wahl war, hat sich grundsätzlich für den Standort Schwerte entschieden und ist womöglich für einen anderen Betrieb geeignet.

5. Tourismus: Schwerte schöpft sein touristisches Potential bislang nur unzureichend aus. Auf dem Stadtgebiet liegt eine der schönsten Strecken des Ruhrtalradweges, der wiederum zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands zählt. Schwerte im idyllischen Ruhrtal, mit Altstadt, Rohrmeisterei bis hoch zum Freischütz, hat großes Entwicklungspotential im Bereich des Hotelgewerbes und der Gastronomie. Das würde auf die gesamte Innenstadt positiv ausstrahlen. 

6. Kultur-und Kreativwirtschaft: Die vielfältige und bemerkenswerte Schwerter Kulturlandschaft hat Leuchtturmcharakter für die gesamte Stadt. Dies gilt es zu nutzen und weiter auszubauen. Sinnvoll ist eine stärkere Einbindung der Schwerter Akteur*innen in das landesweite Netzwerk Creative.NRW, um verstärkt Zugang zu Wettbewerben, Finanzierungsangeboten und öffentlicher Förderung zu erhalten. 

7. Faire Arbeitsmarktintegration für alle: Die erfolgreiche Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gelingt nicht in getrennten Zuständigkeiten, Angeboten und Programmen. Sinnvoll sind vor Ort entwickelte Programme, die Arbeitssuchende fit für den Arbeitsmarkt machen und die heimische Wirtschaft bei Qualifizierung und Ausbildung unterstützen. Dies gilt für arbeitssuchende Jugendliche genauso wie für Männer und Frauen mit Migrationshintergrund bzw. Flüchtlingsgeschichte oder auch für Langzeitarbeitslose.

8. New Work: Es ist von zentraler Bedeutung für die Zukunft der Stadt, dass Schwerte für junge und gut qualifizierte Menschen attraktiv ist. Voraussetzung hierfür sind die Entwicklung eines Konzeptes zur aktiven Anwerbung und Unterstützung von Existenzgründer*innen, Freiberufler*innen und Solo-Selbständigen, der weitere Ausbau des Glasfasernetzes und des Mobilfunkstandards 5G, eine moderne Verkehrsinfrastruktur – und nicht zuletzt ein gutes Kita- und Schulangebot. Wir fordern den Aufbau eines Coworking-Space, wo sich Start-ups und Freiberufler*innen Räume und Infrastruktur teilen und dadurch gleichzeitig eng vernetzt sind. Warum nicht einen Coworking-Space in einem der Leerstände in der Schwerter Innenstadt gründen?

PM: SPD Schwerte

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