Wie lebt es sich auf einem Sportinternat?

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Foto: VV Schwerte

VVS-Jugendspielerin Sina Siebert gewährt uns spannende Einblicke in ihren Alltag auf dem Volleyballinternat in Münster.

Hallo Sina, cool, dass wir dich heute zu deinem Leben im Internat interviewen dürfen. Du bist 15 Jahre alt und gehst seit letztem Sommer auf das Sportinternat Münster. Wann hattest du das erste Mal den Wunsch auf ein solches Internat zu gehen und wie kam es dazu?

Der Entschluss auf das Volleyballinternat in Münster gehen zu wollen, stand in dem Moment für mich fest, als ich verstand, dass es der einzige Weg war, um mehr leistungsorientiertes Volleyball-Training zu bekommen (z.B. Frühtraining in Kombination mit Schule). Peter Pourie, der damalige Landestrainer, kam zu mir nach Hause und hatte mir und meinen Eltern eine Empfehlung fürs Sportinternat in Münster ausgesprochen. Er konnte mir außerdem auch etwas zum Weg in den Leistungssport erzählen. Daraus entstand dann eine Probewoche im April 2020, die leider unter etwas anderen Umständen auf Grund der Corona-Situation stattgefunden hat. Deshalb konnte ich z.B. die Schule nicht mitbesichtigen

Wann kam die Zusage und wie hast du dich gefühlt?

Die Zusage kam am letzten Tag meiner Probewoche. Ich saß mit meinen Eltern, Ruth Funk (Internatsleitung), Justin Wolff (Bundesstützpunkttrainer) und Wolfgang Schütz (Bundesstützpunktleiter) nach dem letzten Training zusammen. Sie eröffneten mir die Optionen zur 9. Klasse auf das Sportinternat zu kommen oder, wenn es mir zu früh gewesen wäre, im nächsten Jahr mit der 10. Klasse zu starten. Mein erster Gedanke war: „Cool, ich habe es geschafft!“ und ich war stolz auf mich selber. Es war etwas ganz besonderes für mich.

Eine wirkliche tolle Leistung! Und wie hast du dann die ersten Tage im neuen zu Hause erlebt?

Die ersten Tage waren irgendwie gar nicht so anders als in meiner Probewoche. Ich bin in der zweiten Hälfte der Sommerferien gestartet und hatte jeden Tag Training. So konnte ich mich relativ schnell einleben in Münster. So richtig im Alltag angekommen bin ich dann eigentlich erst, als die Schule losging. Da hat es sich dann auf einmal so richtig real und greifbar angefühlt. 

Foto: VV Schwerte

Wie würdest du mittlerweile deinen Alltag beschreiben und was ist durch Corona vielleicht gerade besonders?

Mein Alltag ist eigentlich so wie der von jedem anderem Teenager auch, nur das mein Fokus ganz klar auf meinem Lieblingssport dem Volleyball liegt. Ich habe zwei Mal in der Woche Frühtraining. Dort habe ich spezielles Kraft- oder Koordinations-Training und abends nochmal ca. 2,5 Stunden Balltraining. Die regulären Einheiten bestehen dienstags und mittwochs aus Athletik und Technik und donnerstags und freitags aus Balltraining. Natürlich bleibt mir dadurch nicht besonders viel sonstige Zeit, z.B. für Hausaufgaben (lacht), aber auch das bekommt man gut hin. Ich  konnte mich wirklich gut eingewöhnen und hatte am Anfang auch nur zweimal die Woche lang Schule. 

Durch Corona haben wir aktuell nicht mit den Heimschläfern zusammen Training, sondern wir Internatler bleiben unter uns. Außerdem haben wir Unterricht per Videokonferenzen und keinen Präsenz-Unterricht. Das ermöglicht mir im Moment morgens dreimal die Woche Frühtraining plus Technik mitmachen zu können. Im Internat müssen wir Masken tragen und werden in Essens-Gruppen unterteilt. Nach Hause durften wir jetzt für fast 5 Wochen nicht. Dafür hatten wir das besondere Privileg, weiterhin am Ball trainieren zu können.

Das ist wirklich ein ganz besonderes Privileg in der aktuellen Situation, die, wie du es beschreibst, aber auch mit Entbehrungen verbunden ist. Welche Vorstellungen haben sich für dich mittlerweile im Internatsleben bestätigt?

Auf jeden Fall, dass ich viel auf mich alleine gestellt bin, was manchmal eine Herausforderung sein kann. Aber das Training und die individuelle Förderung und meine sportliche Entwicklung zeigen mir, dass es die richtige Entscheidung war, auf das Internat zu gehen.

Und gibt es etwas, das ganz anders ist, als du es im Internat erwartet hättest?

Ich dachte vorher, dass die Zimmer größer wären und man Gemeinschaftsbäder hat. Aber jeder hat sein eigenes Bad sowie Zimmer. 

Abschließend würden wir gern noch von dir wissen: Was ist dir besonders wichtig?

Mir ist es besonders wichtig, dass ich meine Ziele erreiche und einfach meinen eigenen Weg gehe und mir dabei selbst treu bleibe.

Liebe Sina, schön, dass wir dich weiterhin als talentierte Jugendspielerin im VV Schwerte erleben dürfen und danke, für die spannenden Einblicke in deinen Internatsalltag. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg auf deinem sportlichen und persönlichen Weg mit ganz viel #HerzschlagVolleyball!

PM: VV Schwerte

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