Dr. Mark Benecke kommt mit seinem Vortrag „Serienmord“ in die Rohrmeisterei Schwerte
Was können Maden über einen toten Menschen erzählen? Welche Insekten siedeln sich wann an einem Leichnam an? Und was verrät eine aufgedunsene Männerleiche über die letzten Stunden ihres Lebens? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich Dr. Mark Benecke – und nimmt sein Publikum dabei mit in eine Welt, die gleichermaßen faszinierend, wissenschaftlich spannend und nichts für schwache Nerven ist.
Am Sonntag, 13. September 2026, ist der international bekannte Kriminalbiologe in der Rohrmeisterei Schwerte zu Gast. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. Sein Vortrag trägt den Titel „Serienmord“.
Beneckes Spezialgebiet ist das Leben nach dem Tod. Genauer gesagt: die Spuren, die Insekten auf menschlichen Leichen hinterlassen. Denn für den Kriminalbiologen kann bereits eine kleine Made ein wichtiger Hinweis sein. Anhand der Arten, ihres Entwicklungsstadiums und der Fundorte können Rückschlüsse darauf gezogen werden, wie lange ein Mensch bereits tot ist und unter welchen Bedingungen der Leichnam gelegen hat.
Was für Außenstehende zunächst skurril oder sogar ekelerregend klingt, ist für die forensische Wissenschaft ein wichtiges Instrument. Die Analyse von Insekten an Leichen – die sogenannte forensische Entomologie – kann Ermittlern dabei helfen, Tatabläufe zu rekonstruieren und Täter zu überführen.
Benecke zeigt seinem Publikum dabei auch Bildmaterial aus seiner Arbeit. Allerdings handelt es sich keineswegs um die üblichen, schnell konsumierbaren Krimifotos. Zu sehen sind teilweise stark entstellte Leichen. Detaillierte Nahaufnahmen sollen verdeutlichen, welche Spuren der menschliche Körper nach dem Tod hinterlässt und welche Informationen sich daraus gewinnen lassen. Wer empfindlich auf solche Bilder reagiert, sollte sich deshalb auf einen durchaus drastischen Abend einstellen.
Der Kölner Kriminalbiologe gehört zu den bekanntesten Vertretern seines Fachs. Er wurde unter anderem vom FBIausgebildet und arbeitet international. In verschiedenen Ländern, darunter Kolumbien, Vietnam und auf den Philippinen, war beziehungsweise ist Benecke am Aufbau kriminalbiologischer Speziallabore beteiligt. Seine Arbeit führte ihn in zahlreiche Fälle rund um den Globus.
Bekannt ist Benecke aber längst nicht nur aus der Fachwelt. Zahlreiche Auftritte in Radio und Fernsehen sowie seine Bücher und öffentlichen Vorträge haben ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht. Dabei versteht er es, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich und unterhaltsam zu vermitteln – ohne die oftmals verstörenden Aspekte seiner Arbeit auszublenden.
Im Mittelpunkt des Abends in Schwerte stehen jedoch nicht ausschließlich Insekten und die Spuren an Leichen. Unter dem Titel „Serienmord“ geht Benecke auch der Frage nach, was Menschen zu Serientätern macht. Manche Täter handeln über einen langen Zeitraum hinweg und begehen immer wieder schwerste Verbrechen. Dabei können sie nach außen durchaus kontrolliert und rational erscheinen. Wie lässt sich ein solches Verhalten erklären?
Benecke beschäftigt sich unter anderem mit einem besonders drastischen Fall und berichtet von seinem Besuch bei einem Täter, der für den Tod von mehr als 300 Kindern verantwortlich gemacht wird. Dabei geht es nicht nur um die Taten selbst, sondern auch um die Frage, wie ein Mensch zu einem solchen Täter werden kann und was sich hinter der scheinbaren Normalität mancher Serientäter verbirgt.
Der Abend verspricht damit eine ungewöhnliche Mischung aus Kriminalistik, Wissenschaft, Psychologie und True Crime. Wer sich für die Arbeit hinter spektakulären Kriminalfällen interessiert und wissen möchte, wie aus kleinsten biologischen Spuren wichtige Ermittlungshinweise werden können, bekommt in der Rohrmeisterei einen unmittelbaren Einblick in Beneckes Arbeitswelt.
Dr. Mark Benecke: „Serienmord“
Sonntag, 13. September 2026, 19 Uhr
Rohrmeisterei Schwerte, Ruhrstraße 20, 58239 Schwerte
Tickets und weitere Informationen gibt es online unter:
Tickets und Informationen
Hinweis: Der Vortrag enthält teilweise drastische Bilder von Leichen und ist daher möglicherweise nicht für empfindliche Zuschauer geeignet.






