Unverhofft den Traumjob gefunden Das Ausbildungsprogramm NRW macht’s möglich

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Nicolas Vehling ist mit seiner über das Ausbildungsprogramm NRW gefun- denen Auszubildenden Vanessa Sobottka sehr zufrieden. Foto: privat, WFG

In der Corona-Krise ist auch der Ausbildungsmarkt in Schieflage geraten. Auf der einen Seite bleiben viele Ausbildungsstellen unbesetzt, andererseits scheuen Unternehmen davor zurück, Auszubilden- de anzunehmen. Besonders hart ist das für diejenigen Jugendlichen, die es sowieso nicht ganz leicht haben. Doch gerade hier bietet das Ausbildungs- programm NRW, das auch die Wirtschaftsförderung Kreis Unna unter- stützt, interessante finanzielle Anreize für Unternehmen.
Gute Erfahrungen mit diesem Programm hat das Bergkamener Bus- und Reiseunternehmen Vehling Reisen GmbH gemacht. Nicolas Vehling stellte im vergangenen Jahr Vanessa Sobottka als Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement ein – und ist nicht nur von seiner Auszubildenden sondern auch vom Ausbildungsprogramm NRW überzeugt. Als „best practice“ fanden Nicolas Vehling und Vanessa Sobottka jetzt auch Eingang in die neue Informationsbroschüre der Regionalagentur Westfälisches Ruhrge- biet, die über Unterstützungsmöglichkeiten in der Ausbildung informiert.
Vanessa Sobottka ist ein fast schon typischer „Fall“ im Ausbildungspro- gramm: Sie hatte sich stets um einen Ausbildungsplatz bemüht, hatte sich gut informiert und nach der ersten abgebrochenen Ausbildung mit einer Einstiegsqualifizierung für eine gute Grundlage gesorgt – dachte sie und dachte auch die Agentur für Arbeit, mit der die junge Frau immer eng zusammenarbeitete.
„Oft sind es nur Kleinigkeiten, warum ein Jugendlicher keinen Ausbildungs- platz findet“, weiß Anna Bartel von der Werkstatt im Kreis Unna, die im Kreis das Ausbildungsprogramm organisiert. Und auch bei Vanessa Sobottka wollte es nicht klappen – bis sie auf das Ausbildungsprogramm NRW stieß und gezielt bei der Agentur für Arbeit nachfragte. Hier befür- wortete man die Idee und verwies sie an die Werkstatt Unna, die sie dann 2019 im Rahmen des Ausbildungsprogramms NRW engmaschig weiter betreute.

Die Werkstatt Unna schlug ihr nach eingehenden Gesprächen eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement vor. „Eigentlich wollte ich ja in die medizinische Richtung, doch auch der Kundenkontakt und die Büro- tätigkeit waren mir wichtig“, erinnert sich die inzwischen 22-Jährige. Au- ßerdem fragte man bei Nicolas Vehling an, Geschäftsführer der Vehling Reisen GmbH: „Wir haben bereits früher junge Leute über das Ausbil- dungsprogramm NRW ausgebildet. Durch die Betreuung der Auszubilden- den durch die Werkstatt und die finanzielle Unterstützung durch das Ar- beitsministerium ist das für uns als Unternehmen eine gute Gelegenheit, ohne großes Risiko Jugendlichen eine Chance zu geben“, findet Nicolas Vehling.
Für Vehling eine „win-win-Situation“. Denn neben einer engagierten Aus- zubildenden gibt es bis zu zwei Jahre lang einen monatlichen Zuschuss. Finanziert wird dies durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und So- ziales (MAGS) NRW, bezuschusst durch Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds ESF. Voraussetzung: Der Ausbildungsplatz muss zusätz- lich zu den sonst im Betrieb bereits vorhandenen Ausbildungsplätzen angeboten werden.
„Mindestens monatlich sucht das Team von der Werkstatt das Gespräch mit dem Betrieb und dem Auszubildenden, so kann schnell reagiert werden, wenn es zu Problemen kommt“, erläutert Viktoria Berntzen von der WFG Kreis Unna, die das Ausbildungsprogramm für die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet für Unna betreut.
Interessierte Betriebe und Ausbildungsplatzsuchende können sich an die Werkstatt im Kreis Unna, Anna Bartel, Tel. 02303/95 99 041, Mobil: 0176/12 80 50 17, wenden oder per Mail an a.bartel@werkstatt-im-kreis-unna.de.

PM: WFG

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