Stoßwellen setzen Gallensteine schachmatt

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Chefarzt PD Dr. Thomas W. Spahn. Foto: Marienkrankenhaus Schwerte

Chefarzt PD Dr. Thomas W. Spahn führt schonende OP-Methode ein

Gallensteine sind hartnäckige Übeltäter, die höllische Schmerzen verursachen können. Bei der Entfernung setzt PD Dr. Thomas W. Spahn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, im Marienkrankenhaus Schwerte auf ein neues Verfahren.

Mit der elektrohydraulischen Lithotripsie steht eine effektive Methode zur Verfügung, die die Steine im Gallen- und Pankreasgang direkt unter endoskopischer Sicht und Kontrolle zertrümmert und entfernt.

„Manchmal sind die Steine mit einem Körbchen oder Ballon nicht einfach zu bergen. Das neue Verfahren ist ideal und dabei schonend zugleich“, führt der Chefarzt aus, den winzig kleinen Endoskopiezugang parallel als Arbeitskanal zur Steinentfernung nutzen zu können.

Die eigentliche Zertrümmerung erfolgt durch eine elektrische Entladung, die eine Stoßwelle erzeugt und die Gallen – und Pankreasgänge somit wieder durchlässig machen. 

Dr. Spahn: „In der Sonde der elektrohydraulischen Lithotripsie befinden sich zwei Elektroden, ein Pluspol und ein Minuspol. Diese wird über den Arbeitskanal bis zum Stein vorgeschoben.  Durch Auslösen eines Impulses findet eine kontrollierte, sehr schnelle elektrische Entladung statt. Die erzeugte Stoßwelle sowie ein Mikro-Hochgeschwindigkeitswasserstrahl treffen auf den Stein und zerstören ihn.“  Vorteil: Das umliegende Gewebe wird geschont und dabei nicht verletzt.  

PM: Marienkrankenhaus Schwerte

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