Stellungnahme der SPD Schwerte zur Umgestaltung des Marktareals

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Bild: Stadt Schwerte

Warum muss der große Marktplatz umgestaltet werden? Ist es zu verantworten dafür Bäume zu fällen? Mehrere Schwerter Gruppen und Bürger*innen haben sich schriftlich und mündlich, in den Ruhrnachrichten und bei der Ratssitzung, besorgt zu Wort gemeldet. Die SPD Schwerte möchte darauf reagieren und erläutern, warum sie sich freut, dass der Rat mehrheitlich die Umgestaltungspläne verabschiedet hat.

Wann, wenn nicht jetzt, wollen wir Maßnahmen ergreifen, um die Innenstadt zu einem Ort zu machen, wo Menschen sich auch in Zukunft gerne aufhalten, sich treffen und manchmal sogar gemeinsam feiern. Die SPD Schwerte ist davon überzeugt, dass wir jetzt investieren müssen, um dem wachsenden Leerstand und der zunehmenden Verödung entgegenzuwirken. Wir möchten das Marktplatzareal wieder zur guten Stube Schwertes machen, die auf die umliegenden Geschäftsstraßen und gastronomischen Betriebe ausstrahlt und auch Auswärtige zum Verweilen anlockt. Gerade angesichts der Klimaveränderung müssen wir dafür sorgen, dass Innenstädte eine hohe Aufenthaltsqualität haben. 

Der kleine Markt mit seinen alten Bunkersplittern und großen Müllbehältern ist aktuell eine Schmuddelecke der Innenstadt. Zukünftig soll er eine grüne Oase sein. Die Landschaftsarchitekten Riehl, Bauermann und Partner aus Kassel wortwörtlich: „Wir transplantieren ein Stück Ruhraue in das Herz der Stadt.“ Durch Gräser soll das Abbild satt-grüner Wiesen entstehen, Bäume sollen Schatten spenden, ein Wasserspiel die Raumwirkung erweitern.  In der Brückstraße soll durch straßenbauliche Veränderungen, Bänke und Bäume eine klare Verbindung zur Fußgängerzone geschaffen werden.  Die Fußwegüberquerung auf der Hagener Straße soll gestärkt werden. Insgesamt sollen 24 !!! neue Bäume im Bereich des Marktareals gepflanzt werden. 

Planvorgabe für den großen Markt war, diesen als großen Platz und Ort für Veranstaltungen frei zu halten: für den Wochenmarkt, aber z.B. auch für  das „Pannekaukenfest“ und den „Weihnachtsmarkt Bürger-für-Bürger“, für das „Welttheater der Straße“, für „Hospizlauf“ oder „Schwerte karibisch“. Der Siegerentwurf des Wettbewerbs sieht als besonderes Highlight für Schwerte „Neue Marktterrassen“ vor. Sie sollen vor dem CityCenter entstehen und ein Gegenüber schaffen zur historischen St. Viktor Kirche auf der anderen Seite des Platzes. Um die Marktterrassen bauen zu können, sollen 7 Bäume gefällt werden. Ob dies so passieren wird, ist längst nicht ausgemacht, auch wenn der Rat mit großer Mehrheit letzte Woche für die Umsetzung der Planungen gestimmt hat. Denn bislang handelt es sich nur um eine Planskizzierung. Sämtliche Umsetzungsdetails dürfen, sollen, müssen noch diskutiert und entschieden werden – in der Politik und  im Dialog mit allen Bürger*innen. Auch das wurde mehrheitlich vom Rat beschlossen: es gibt einen zweiten Anlauf zur Bürgerbeteiligung, der erste konnte wegen Corona nur online stattfinden und fand wenig Resonanz. 

Auch innerhalb der SPD Fraktion gibt es noch Fragen in Bezug auf Barrierefreiheit und Ökologie. Aber wer fragt, warum muss der große Marktplatz überhaupt umgestaltet werden, dem sei die Masterarbeit der TU Dortmund „Ruhrstadt Schwerte. Lebendige Innenstadt für alle“ zur Lektüre empfohlen. Die Studierenden haben Schwerte großes Potential bescheinigt – und dringenden Handlungsbedarf, z.B. mit Blick auf die fehlende Barrierefreiheit auf dem großen Markt mit seinem welligen Kopfsteinpflaster. Die SPD Schwerte ist davon überzeugt: wer die Herausforderungen unserer Zeit ernst nimmt – demographischer Wandel, Klimawandel, digitaler Wandel mit verändertem Konsumverhalten – der muss jetzt investieren.

PM: SPD Schwerte

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