
Die Sonnenregen gGmbH veranstaltet seit 31 Jahren jährlich im Sommer ihre musischen Reiterferien. Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren lernen mit sehr zahmen Ponys zu reiten und zu voltigieren. Sie gestalten gemeinsam ein Theaterstück und üben es ein ― natürlich mit den Ponys. Auch Spielen, Singen und Basteln dürfen als Aktivitäten nicht fehlen.
Leider sind nicht alle Eltern in der Lage, die Unkosten für diese Freizeit aufzubringen. Es sollen aber auch Kinder aus finanziell schwächeren Flüchtlingsfamilien, die durch Flucht und Vertreibung seelisch belastet sind, unbeschwerte und spannende Reiterferien erleben können. In der nächsten Woche werden 15 Flüchtlingskinder unentgeltlich in das Programm aufgenommen. Gefördert werden diese Kinder durch eine Spende des Rotary Clubs Schwerte/Ruhr in Höhe von 1500 Euro. Darüber freuen sich Dorothea Wolfgart, Loua-Amy mit dem Pony Maya, Thea, Elsbeth Bihler und ganz viele Kinder, die die Spende symbolisch entgegennahmen. Ohne sie und die vielen weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie die betreuenden Jugendlichen wäre das von Elsbeth Bihler und Dorothea Wolfgart vom Verein Sonnenregen geleitete Projekt nicht möglich.
Der Präsident des Rotary Club Schwerte/Ruhr, Dr. Richard Saure, kam am 9. Juli, um die Spende symbolisch zu übergeben. Dorothea Wolfgart begrüßte ihn mit einigen Apfelstückchen aus einer großen Schüssel, aus der sich auch die vielen Kinder um sie herum beidhändig bedienten. Die Kinder waren ansonsten vollkommen auf die Ponys und ihre Betreuer konzentriert. Jeweils eine Jugendliche oder ein Jugendlicher, die mindestens 13 Jahre alt sein müssen und im Umgang mit Pferden geübt sind, kümmern sich um drei Kinder und um ein Pony. Diese Woche sind 85 Kinder an der St. Thomas Morus Kirche in Villigst mit Feuereifer bei der Sache. Einige hatten rote Bäckchen vor Aufregung. Als ein Pony zum Ausruhen auf eine Nachbarwiese geführt wurde, wieherte es laut. Sein „Kumpel“ erwiderte sein Wiehern sofort. Dorothea Wolfgart erklärte den Kindern, dass die beiden sich nur unterhalten haben. „Wo bleibst du? Ich bin schon auf der Koppel!“ Pferde seien Herdentiere und benötigten den vertrauten Umgang mit ihren Artgenossen.
Das Gemeinschaftserlebnis der Kinder wird durch die Vorbereitung auf eine gemeinsame Theateraufführung am Ende der Ferienfreizeit noch intensiver. Mit Spiel und Musik will man Geschwister, Eltern und Großeltern „beeindrucken“. In diesem Jahr wird Ronja Räubertochter aufgeführt. Die Geschichte erzählt vom Räubermädchen Ronja, das nach vielen gemeinsamen Abenteuern mit Birk, dem Sohn eines anderen Räuberhauptmannes, die Feindschaft zwischen den beiden Räuberbanden beenden kann. Am Ende entscheiden sich aber die beiden Kinder für das Gute und wollen ihren Eltern beim Rauben und Stehlen nicht nacheifern.
PM: Rotary Club Schwerte/Ruhr





