Montag, August 17, 2026
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Mahnwache für den Frieden: Persönliche Stimmen gegen Krieg und Terror

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Foto: Aktionskreis Mahnwache

Krieg, Flucht, Terror und die Frage nach einem dauerhaften Frieden stehen im Mittelpunkt der nächsten Mahnwache des „Aktionskreises Mahnwache Schwerte“. Am Samstag, 5. September 2026, um 13 Uhr lädt das Bündnis erneut auf den Wuckenhof in Schwerte ein. Im Mittelpunkt steht insbesondere die Situation in der Ukraine – doch auch die Entwicklungen in Afghanistan und Iran sowie das Gedenken an die Opfer terroristischer Anschläge in Deutschland und Europa sollen Raum bekommen.

Mehr als vier Jahre nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine ist der Krieg weiterhin nicht beendet. Auch wenn sich die militärische Lage immer wieder verändert und sich Anzeichen einer Stabilisierung des Landes zeigen, bleibt das Leben für viele Menschen in der Ukraine von Unsicherheit, Zerstörung und Angst geprägt. Die Mahnwache will deshalb nicht nur auf politische Entwicklungen blicken, sondern vor allem den Menschen eine Stimme geben, die unmittelbar von Krieg und seinen Folgen betroffen sind.

Betroffene berichten von ihren Erfahrungen

Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf persönlichen Berichten. Menschen aus der Ukraine sollen über ihre Hoffnungen und Sorgen sprechen und schildern, wie sie die aktuelle Situation in ihrer Heimat wahrnehmen. Dabei geht es auch um die Frage, was die Vorstellung von einem dauerhaften Frieden für die Betroffenen bedeutet – und welche Gefühle Menschen begleiten, die ihre Heimat verlassen mussten und heute in Deutschland leben.

Die Veranstalter wollen damit bewusst eine Perspektive einnehmen, die über Nachrichtenbilder und politische Erklärungen hinausgeht. Hinter den Zahlen des Krieges stehen persönliche Schicksale, Familien, die auseinandergerissen wurden, zerstörte Lebenspläne und die Hoffnung auf eine Rückkehr in eine friedliche Heimat.

Afghanistan fünf Jahre nach der Rückkehr der Taliban

Auch Afghanistan ist Thema der Mahnwache. Augen- und Ohrenzeugen berichten über die Situation in dem Land, in dem die Taliban vor fünf Jahren erneut die Macht übernommen haben.

Besonders die gesellschaftlichen Veränderungen sollen dabei zur Sprache kommen. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der politischen Entwicklung auf Mädchen und Frauen. Die Berichte sollen einen Eindruck davon vermitteln, wie sich das alltägliche Leben verändert hat und welche Einschränkungen und Ängste Menschen dort erleben.

Damit richtet die Mahnwache den Blick auch auf einen Konflikt und eine humanitäre Situation, die in der öffentlichen Wahrnehmung häufig hinter anderen aktuellen Krisen zurücktritt.

Stimmen aus dem Iran

Ein weiterer Schwerpunkt sind Berichte von Menschen, die aus dem Iran geflohen sind. Sie geben Einblicke in ihre persönliche Lebenssituation und berichten über die Folgen der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten sowie über die Auswirkungen des erneuten Krieges.

Auch hier geht es den Organisatoren darum, nicht allein abstrakt über politische Entwicklungen zu sprechen. Die persönlichen Erfahrungen von Menschen, die Repression, Gewalt oder Krieg erlebt haben, sollen für die Besucherinnen und Besucher unmittelbar nachvollziehbar werden.

Gedenken an die Opfer von Terror

Neben den aktuellen Kriegen und politischen Krisen soll die Mahnwache auch dem Gedenken an die Opfer terroristischer Anschläge in Deutschland und Europa gewidmet sein. Terror hinterlässt nicht nur unmittelbar verletzte und getötete Menschen, sondern auch Familien, Freunde und ganze Gesellschaften, die mit den Folgen solcher Gewalttaten leben müssen.

Das Gedenken soll dabei ein Zeichen gegen jede Form von Gewalt und Menschenfeindlichkeit setzen.

Literatur und Musik ergänzen die Wortbeiträge

Die Mahnwache soll nicht ausschließlich aus Redebeiträgen bestehen. Persönliche Berichte und Wortbeiträge wechseln sich mit literarischen Einlagen und Musikstücken ab.

Die unterschiedlichen Formen sollen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen, sich den Themen auch auf einer emotionalen Ebene zu nähern. Denn Krieg und Gewalt lassen sich nicht allein mit politischen Analysen beschreiben. Sie bedeuten für die Betroffenen Verlust, Angst, Trauer und häufig auch Heimatlosigkeit – zugleich aber den Wunsch nach Sicherheit, Freiheit und einem Leben in Frieden.

Die Veranstalter möchten deshalb Raum für Nachdenklichkeit schaffen und zugleich ein deutliches Zeichen für Frieden und Solidarität setzen.

Breites Bündnis organisiert die Mahnwache

Organisiert wird die Veranstaltung von einem breiten Bündnis aus Schwerter Organisationen und Institutionen. Beteiligt sind das Bündnis „Schwerte gegen Rechts“, der Arbeitskreis Asyl Schwerte e.V., die örtliche Gruppe von Amnesty International, die Kirchengemeinden, die demokratischen Parteien sowie der Integrationsrat/ACI der Stadt Schwerte.

Die unterschiedlichen Akteure verbindet der gemeinsame Wunsch, für Frieden, Menschenrechte, Demokratie und ein respektvolles Miteinander einzutreten.

Die Mahnwache versteht sich dabei nicht nur als Erinnerung an vergangene Ereignisse. Sie soll auch den Blick auf die Gegenwart richten und die Frage stellen, welchen Beitrag eine demokratische Gesellschaft zum Schutz von Menschenrechten und zur Überwindung von Gewalt leisten kann.

Einladung an die Schwerter Bevölkerung

Der „Aktionskreis Mahnwache Schwerte“ lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, am Samstag, 5. September, um 13 Uhr auf den Wuckenhof zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für Frieden zu setzen.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Stimmen der Menschen, die Krieg, Verfolgung und Terror unmittelbar erfahren haben. Ihre Berichte sollen nicht nur informieren, sondern auch daran erinnern, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist.

Bei schlechtem Wetter wird die Mahnwache in der St.-Viktor-Kirche stattfinden.

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