LESERBRIEF: Kommunalpolitik lässt Schulen im Regen stehen

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Die Linke in Schwerte hat im Beschwerdeausschuss den Antrag gestellt, in den Klassenräumen der Schulen, in den Kitas und in den Sporthallen Luftfiltergeräte aufzustellen. Damit soll in Zeiten der Coronapandemie die Gesundheit der Kinder geschützt werden, auch ohne den Unterricht alle 20 Minuten durch Stoßlüften zu unterbrechen. Den Gesundheitsschutz lediglich durch diese Maßnahme zu sichern ist gerade in den Wintermonaten eine Zumutung für Schüler und Lehrer. 
Natürlich muss in Klassenräumen gelüftet werden. Aber mit den Luftfiltern wäre das in normalen Umfang ohne Unterbrechung des Unterrichtes möglich und ohne die Kinder der Kälte auszusetzen. 
Obwohl sich im Beschwerdeausschuss die Parteien positiv zu diesem Vorschlag geäußert haben, wurde der Antrag nun im Rat abgelehnt. Dabei wird dem Beobachter klar um was es geht: für die Schulen ist das Geld angeblich nicht da. Besonders deutlich machte das wohl die CDU. „Gut dass wir keine Millionen rausschmeißen“ sagte Herr Schrezenmeier von der CDU. Es geht dabei ja nur um die Schulkinder, nicht um die Leuchtturmprojekte der Stadt. 
Die Linke ist enttäuscht von den Parteien im Rat, deren Haltung wir nicht nachvollziehen können. Aber auch viele Eltern, mit denen wir gesprochen haben, teilen diese Enttäuschung. Es wird so getan, als ob die Pandemie vorbei sei. Gerade die ungeimpften Kinder erhalten keinen Schutz. 
Es bleibt also dabei, Unterricht mit Jacken und Mänteln, der häufig durch Pausen mit offenen Fenstern unterbrochen wird. Alles andere ist der Stadt zu teuer.

Karl-Heinz Schimpf, DIE LINKE Stadtverband Schwerte

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