Klimagarten für die IGA: Der erste Stern ist da

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Foto: Stadt Schwerte

Ein Klimagarten in Wandhofen soll Teil der Internationalen Gartenausstellung 2027 in der Metropole Ruhr werden. Den ersten Stern hat das Projekt der Stadt Schwerte unter Mitwirkung des Planungsbüros „urbanegestalt“ und von Studierenden aus der Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund bereits erhalten. Zwei weitere Vertiefungsstufen müssen jetzt noch genommen werden. „Wir haben einen bedeutenden Schritt gemacht, ist doch mit dem Stern die erste Stufe der Projektfindung weitgehend abgeschlossen“, freut sich Bürgermeister Dimitrios Axourgos.

Die Stadt Schwerte möchte gerne auf der Projektebene „Unsere Gärten“ auf der IGA vertreten sein. „Der Stern sagt aus, dass unser Klimagarten für die besagte Ausstellungsebene geeignet ist“, erklärt Christian Vöcks, Technischer Beigeordneter der Stadt Schwerte und Mitglied im Beirat der IGA. Das gilt aber auch für 36 weitere landschaftsgestalterische, städtebauliche oder touristische Projekte auf der Ebene „Unsere Gärten“. Peter Vermeulen, Vorsitzender im Beirat IGA, erklärt: „Mit der Ebene ‚Unsere Gärten‘ binden wir, neben den großen Zukunftsgärten, kommunale Projekte von ebenfalls regionaler und sogar nationaler Bedeutung ein. Damit zeigen viele Ruhrgebietsstädte beispielhaft ihre Zukunftsorientierung bei der Stadt- und Landschaftsentwicklung.“ 

Ganz bewusst haben sich die Projektverantwortlichen in Schwerte für einen Klimagarten entschieden. „Öffentliche und private Grünflächen spielen für eine hitzeangepasste und wassersensible Stadtentwicklung eine besondere Rolle“, erklärt Florian Hübner, Klima- und Umweltschutzbeauftragter der Stadt Schwerte. „Ein Klimagarten ist ein Garten, in dem Klimaanpassungs- und Klimaschutzobjekte Beachtung finden“. Die vorgesehene Fläche in Wandhofen ist knapp 12.000 Quadratmeter groß, auf der u.a. artenreiche und klimaangepasste Bäume und Sträucher gepflanzt und Blühstreifen angelegt werden sollen, um somit zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen. Nachhaltiges und klimaangepasstes Gärtnern (urban gardening) soll integriert werden, ebenso Ruhe- und Verweilmöglichkeiten für Besucher*innen. Kurz: Es soll eine strukturreiche, naturnahe und artenreiche Grünfläche mit Parkcharakter unter Hinweis auf den Klimawandel entstehen.Mit der Klassifizierung sind noch keine Förderzugänge verbunden. Hierfür müssen die im ersten Schritt empfohlenen Projekte noch in zwei weiteren Vertiefungsstufen entsprechend qualifiziert und planerisch ausgearbeitet werden. So ist bei den Projekten zum Beispiel der Innovationscharakter noch herauszuarbeiten, Naturschutzbelange stärker zu berücksichtigen oder die Kostenansätze zu reduzieren. Mit dem „dritten Stern“ und der Zustimmung der Bezirksregierungen und Ministerien besteht dann der Förderzugang und es kann in die Umsetzung gehen.

  • Die IGA Metropole Ruhr 2027 wird die erste dezentrale Internationale Gartenausstellung.
  • Sie wird organisiert durch die IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH als Durchführungsgesellschaft, den Regionalverband Ruhr (RVR) als Regionalinstitution für die Metropole Ruhr sowie den Kommunen und Kreisen als Projektträger.
  • Eine enge Kooperation besteht mit dem Land NRW, der Emschergenossenschaft/Lippeverband und vielen weiteren Partnern.
  • Labelgeber ist die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft mbH. 
  • Die Stadt Schwerte hat 2013 ein Klimaschutzkonzept erstellt, ist mit dem European Energy Award ausgezeichnet und seit 2019 Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“.

PM: Stadt Schwerte

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