Noch bevor das 27. Pannekaukenfest beginnt, sorgt eine Entscheidung des Hansevereins Schwerte e.V. für Kritik: Dem Bündnis Schwerte gegen Rechts e.V. wurde ein Infostand verweigert. Auch ein Kompromissvorschlag – ein Banner mit der Aufschrift „Schwerte bleibt stabil – Gegen Hetze, für Zusammenhalt“ – fand keine Zustimmung.
Der Vorsitzende Thomas Buhl begründete die Absage damit, dass das Fest „unpolitisch“ bleiben solle. Außerdem bestehe die Sorge, dass die AfD das große Publikum für eine Gegenveranstaltung nutzen könnte.
Bündnis 90/Die Grünen halten die Entscheidung für falsch, auch wenn sie den ehrenamtlichen Hanseverein und dessen Wunsch nach einem konfliktfreien Familienfest ausdrücklich würdigen. Ein Bekenntnis gegen Hetze und für Zusammenhalt sei keine Parteipolitik, sondern eine Voraussetzung dafür, dass sich alle Menschen auf dem Stadtfest willkommen fühlen könnten.
Das Bündnis Schwerte gegen Rechts engagiert sich seit mehr als zehn Jahren für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Während die Rohrmeisterei dem Bündnis nun eigene Flächen zur Verfügung stellt, soll das Queere Bündnis Schwerte erstmals mit einem Stand beim Fest vertreten sein.
Die Grünen appellieren an den Hanseverein, die Entscheidung künftig zu überdenken. Ziel müsse eine Lösung sein, die den Charakter des Pannekaukenfestes als Familienfest wahrt und zugleich klar macht: Für Hetze und Ausgrenzung ist in Schwerte kein Platz.






