Gleich zwei Schwerter bei der Ironman WM – Krüger und Bartscher gemeinsam mit Premieren in den USA

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Vincent Bartscher & Katharina Krüger. Foto bereitgestellt von Vincent Bartscher

Die beiden Schwerter Triathleten Katharina Krüger und Vincent Bartscher feierten am vergangenen Sonntag bei der Ironman WM über die Halbdistanz in St. George in den USA beide eine Premiere. Für Krüger war es nach ihrem Start als Amateurin 2019 in Nizza der erste Start im stark besetzten Feld bei den Profis. Für Bartscher war es die erste Teilnahme an einer WM überhaupt. Katharina Krüger hatte sich erst vor wenigen Wochen überraschend noch kurz vor Schluss des Qualifikationsfensters den Startplatz gesichert und die spontane Herausforderung sofort angenommen. „Auch wenn die Planung dann sehr kurzfristig war, ist so eine WM-Teilnahme einfach etwas Besonderes. Das muss man wahrnehmen!“ sagte die Schwerterin im Vorfeld.

Für Vincent Bartscher lag die Qualifikation bereits mehr als anderthalb Jahre zurück. Die WM 2020, die eigentlich im vergangenen November in Neuseeland stattfinden sollte,wurde dann aber auf Grund der Pandemie mit der diesjährigen Weltmeisterschaft in den USA zusammengelegt.

Vincent Bartscher. Foto bereitgestellt von Vincent Bartscher

Das Rennen verlief für die beiden Schwerter Athleten dann allerdings unterschiedlich. Nach gut einer Woche Vorbereitung vor Ort, bei Temperaturen um die 40°C und durchgehendem Sonnenschein, hielt der Renntag deutlich kühlere Temperaturen bereit und überraschte die circa 4000 Starter dann mit einem Gewitter inklusive Starkregen, Hagel, Sandsturm und Orkanböen. Krüger wurde davon erst beim abschließenden Laufen erwischt, Bartscher bereits bei der Hälfte der Radstrecke.
Los ging es allerdings mit dem Schwimmen. Kurz nach 7 Uhr stürzten sich die Profi-Frauen auf die 1900m lange Schwimmrunde im See des Sand Hollow State Park in Utah. Die gewohnt sehr starke Schwimmerin Krüger konnte als Neunte unter den gut 30 Profifrauen nach 27:21 Minuten aus dem Wasser steigen. Beim Radfahren verlor sie auf dem anspruchsvollen 90-km-Rundkurs zunächst den Anschluss an die Spitzengruppe und konnte dann als 18. nach fast exakt 2:30h ihr Rad in der Wechselzone abstellen. Diesen Rang konnte sie beim abschließenden Halbmarathon, auf dem extrem profilierten 2-Runden-Kurs, verteidigen. „Ich freue mich riesig bei meiner ersten WM als Profi direkt eine Top-20 Platzierung erreicht zu haben. Es war ein super hartes, aber auch schönes Rennen hier in St. George. Sollte ich mich wieder qualifizieren können freue ich mich bereits auf 2022.“, sagte die Schwerterin nach ihrem Rennen. Insgesamt wurde die Erdinger-Alkoholfrei Athletin hinter Anne Reischmann auf Platz 10 zweitbeste Deutsche.

Katharina Krüger. Foto bereitgestellt von Vincent Bartscher

Für Vincent Bartscher war der Tag allerdings eher enttäuschend. Zwar konnte er nach Rang 77 beim Schwimmen knapp 40 Plätze bis zum Zieleinlauf gutmachen, allerdings war das Ergebnis fernab aller Erwartungen. „Mein Ziel war klar: Eigentlich wollte ich mindestens Weltmeister meiner Altersklasse werden, wenn nicht sogar Gesamt-Weltmeister aller Altersklassen-Athleten. Das wäre der perfekte Ausgangspunkt für den Schritt zum Voll-Profi gewesen. Der Tag heute war allerdings gebraucht“, gab er nach dem Rennen ernüchtert zu Protokoll. Die widrigen Bedingungen beim Radfahren seien keine Ausrede sagt er, denn alle Starter zumindest in seiner Altersklasse hatten mit den gleichen Umständen zu kämpfen. „Bei den vergangenen Rennen waren es immer äußere Bedingungen, die mich zwar langsam gemacht haben, aber trotzdem konnte ich gute Platzierungen gegen meine Konkurrenten erreichen. Heute lief es einfach nicht zusammen. Ich konnte nicht die Leistung abrufen, die die Daten aus dem Training zugelassen hätten!“ Am Ende erreichte Bartscher das Ziel als 38. mit knapp 30 Minuten Rückstand auf die Spitze seiner Altersklasse.

Für Katharina Krüger war das WM-Rennen somit ein gelungener Saisonabschluss. Für 2021 stehen vorläufig keine Wettkämpfe mehr auf dem Programm. Bereits jetzt laufen die gemeinsamen Planungen mit ihrem Trainer Sebastian Zeller zur Auswahl des richtigen Rennens, um sich erneut für die WM im kommenden Jahr zu qualifizieren. Dann wird die WM nicht wie gewohnt ihren Austragungsort auf einen anderen Kontinent wechseln, sondern erneut auf Grund der anhaltenden Planungsunsicherheiten in St. George in den USA stattfinden.
Für Vincent Bartscher ist die Saison hingegen noch nicht beendet. Nach der WM wird der Schwerter nun bis Ende Oktober ein Trainingslager in Arizona einlegen. Dann will erdie Saison Anfang November mit einem Start beim Ironman über die volle Distanz in Florida beenden und hier hoffentlich nochmal ein Ausrufezeichen setzen.

PM: Vincent Bartscher

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