Erfolgreiche Fördergruppen – Schulabschluss geschafft

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Sozialarbeiter helfen den Berufsschülerinnen und –schülern als Fallmanager weiter. Foto: D. Treu – Kreis Unna

Wer erfolgreich ins Berufsleben startet, hat es auf dem weiteren Lebensweg leichter. Voraussetzung für den Berufsstart ist ein Schulabschluss – und damit tun sich manche Schülerinnen schwer. Hier setzen die Fördergruppen an den kreiseigenen Berufskollegs an. Mit Erfolg, wie eine erste Bilanz zeigt. Vor einem Jahr sind 75 Schülerinnen an den fünf Berufskollegs des Kreises Unna in den Fördergruppen gestartet. 37 von ihnen haben jetzt einen Schulabschluss in der Tasche.

„Das ist für uns ein großer Erfolg“, freut sich Schuldezernent Torsten Göpfert. „Mit knapp der Hälfte der Schülerinnen und Schüler haben wir unser ursprünglich gestecktes Ziel von einem Drittel weit übertroffen.“

Dezernent Göpfert stellte die Zahlen jetzt gemeinsam mit Jasmin Nirabi, die am Hansa Berufskolleg in Unna zuständig für den Bereich Übergang Schule/Beruf ist, vor.

Hindernisse aus dem Weg geräumt
„Ohne Schulabschluss ist das Risiko, langzeitarbeitslos zu werden, deutlich erhöht. Dann sind die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ganz schnell gesellschaftlich abgehängt“, unterstreicht Göpfert. Ein Baustein des Kreises Unna im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit sind die Fördergruppen an den Berufsschulen. Pro Gruppe kümmert sich ein Sozialarbeiter als Fallmanager darum, Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Und diese Hindernisse sind hoch: Schulmüdigkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Probleme zu Hause – bei einem Teil der Schüler*innen gibt es Schwierigkeiten, die sich oft gegenseitig verstärken. Mit Sozialtraining, Regeltraining zum Verhalten im Betrieb und in der Gesellschaft, Lebensmanagement und einem guten Netzwerk steuern die Sozialarbeiter als Fallmanager gegen.

Schule, Praktikum oder Ausbildung
Im ersten Förder-Jahrgang hat das überaus gut geklappt: „16 der Schülerinnen starten jetzt in ein Praktikum mit Anschlussperspektive oder haben einen Ausbildungsvertrag unterschrieben, 40 Schülerinnen gehen weiter zur Schule oder in eine Berufsvorbereitungsmaßnahme“, berichtet Göpfert und unterstreicht: „Daran wollen wir im neuen Schuljahr, das ja gerade begonnen hat, anknüpfen.“

PM: Kreis Unna

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