Abfallgebühren 2021 – Kosten bleiben nahezu stabil

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Die Kreisverwaltung hat die Abfallgebühren für 2021 kalkuliert und der Kreistag dem Rechenwerk am 15. Dezember zugestimmt. Die Summe, die die Kommunen an den Kreis entrichten müssen, beträgt rund 21,23 Millionen Euro. Unterm Strich bedeutet das eine leichte Erhöhung der Gesamtkosten um 1,8 Prozent gegenüber 2020.
Abfall muss nicht nur eingesammelt, sondern auch verwertet und beseitigt werden. Und die Kosten für das Entsorgen sind ein Baustein in der Gebührenrechnung der unter anderem für das Einsammeln von Abfall und Wertstoffen zuständigen Städte und Gemeinden.

„Weil die Verwertungserlöse insbesondere von Altpapier und Altkleidern in letzter Zeit deutlich zurückgehen, können wir die Gebührenhaushalte der Städte und Gemeinden leider nicht mehr so spürbar entlasten wie in der Vergangenheit“, erklärt Umweltdezernent Ludwig Holzbeck.

Restmüll
Allein beim Restmüll rechnet der Kreis fürs kommende Jahr mit Kosten von rund 14,2 Millionen Euro. Gegenüber dem laufenden Jahr wird von 54.730 Tonnen Restmüll und damit von einer geringeren Menge als 2020 (57.340 Tonnen) ausgegangen. Unterm Strich beträgt der Gebührensatz ab Januar 244,28 Euro pro Tonne (2020: 240,32 Euro).

In dem leicht gestiegenen Gebührensatz enthalten sind auch die Kosten der Wertstofftonne von ca. 1,1 Millionen Euro bei einer kalkulierten Tonnage von 3.580 Tonnen. Hier entstehen erstmals Mehrkosten von ca. 200.000 Euro wegen deutlich rückläufiger Verwertungserlöse.

Sperrmüll
Beim Sperrmüll geht der Kreis von gut 22.267 Tonnen und damit einem sinkenden Aufkommen aus (Minus 1,1 Tonnen gegenüber 2020). Für die sich aus zwei Komponenten zusammensetzende Sperrmüllgebühr heißt das: Die leistungsbezogene Gebühr wird 2021 bei 78,13 Euro pro Tonne liegen (2020: 77,15 Euro), die einwohnerbezogene Gebühr sinkt mit 4,38 Euro pro Einwohner um 14 Cent. Insgesamt wird mit Kosten von rund 3,37 Millionen Euro gerechnet, das sind 110.000 Euro weniger als im laufenden Jahr 2020, das viele während des Lockdowns zum Ausmisten genutzt haben und viel Sperrmüll anfiel.

Bioabfall-Menge soll steigen
Auch beim Bioabfall gibt es Veränderungen. So sinkt der Gebührensatz bei einer gegenüber dem laufenden Jahr leicht gestiegenen Tonnage von 25.500 Tonnen (2020: 25.440 Tonnen) auf 102,52 Euro/Tonne (2020: 102,99 Euro). Ziel des Kreises, der Kommunen und der GWA ist es weiterhin, die Bioabfallmengen mit einer guten Qualität zu steigern. Dazu werden auch 2021 gemeinsame Anstrengungen unternommen. Beim Grünabfall wird mit fast 12.300 Tonnen gerechnet (2020: 12.100 Tonnen), die Gebühren steigen ab Januar auf 76,45 Euro pro Tonne (2020: 71,12 Euro).

Veränderungen beim Altpapier
Der Verkauf von Altpapier bringt im Vergleich mit den vergangenen Jahren fast nichts mehr: Den zu verrechnenden Erlös, der an die Kommunen weitergegeben wird, kalkuliert der Kreis mit 186.400 Euro. Konnten 2019 und 2020 noch 63,15 bzw. 55,40 Euro pro Tonne angesetzt werden, sind es für 2021 nur noch 10,78 Euro. Das liegt vor allem an der stark rückläufigen Nachfrage nach Altpapier, weil die asiatischen Märkte kaum noch relevante Mengen abnehmen.

Altkleidermarkt
Ähnlich sieht es bei den Altkleidern aus: Eine sinkende Qualität der Sammelware, steigende Logistikkosten sowie die kaum noch vorhandene Nachfrage nach Alttextilien bewirken, dass zwar bei der Verrechnung mit den Kommunen für das Jahr 2021 Erlöse aus der Sammlung von Alttextilien erwartet werden (ca. 86.000 Euro), die der Kreis kostenmindernd an die Kommunen weitergibt. Die nicht mehr durch das System zu deckenden Sammelkosten müssen allerdings durch die Kommunen getragen werden.

Quelle: Kreis Unna

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