Mobbing im Rathaus
Dass erst ein Gericht die den Datenschutz zu hochhaltende Schwerter Stadtverwaltung zwingen muss, über wesentliche Details zur Mobbing-Affäre im Jugendamt Kenntnis zu geben, ist schon ein Unding. Damit ist es jetzt nun wirklich eine Affäre, deren Fortgang politisch verfolgt und kontrolliert werden muss.
Ob man die frühen Vorfälle Mobbing nennt, oder nicht – für die Betroffenen war es eine einschneidende Erfahrung, noch lange Zeit ohne irgendeine Perspektive auf Änderung in dieser Situation weiterarbeiten zu müssen. Warum die 2024 schon aufgekippten Beschwerden nicht sofort in der Verwaltung „Mobbing“ genannt wurden und damit verpflichtend entsprechende Konsequenzen gezogen wurden, darüber kann man heute nur spekulieren. Vielleicht sollten die Beschwerdeinhalte und der Umgang der Verwaltung damit möglichst gar nicht an die Öffentlichkeit geraten?
Scheibchenweise die Öffentlichkeit zu unterrichten ist erfahrungsgemäß niemals gut. Die Ratsfraktion der Linken appelliert an alle Beteiligten hier für größtmögliche Transparenz in allen Details zu sorgen. Und trotzdem den Datenschutz hochzuhalten.
Gemeinwohl-Ökonomie
Schade, die Chance wurde nicht genutzt, Schwerte gemeinwohlorientierter auszurichten. Für die SPD hat ist die Gemeinwohl-Ökonomie gleichbedeutend mit Bürokratie. Für die SPD ist der Status Quo offensichtlich erstrebenswert; lieber den Mangel verwalten als gestalten. Sie verkennt aber, dass Stillstand Rückschritt bedeutet. Sie hat eine Chance zur Weiterentwicklung weggeworfen. Eine SPD-Fraktion, die eine Diskussion über den GWÖ-Antrag in den eigenen Reihen nicht zulässt, hat sich nachhaltig vom Wunsch verabschiedet, mehr Demokratie zu wagen.
Wenn man miterlebt hat, wie der Fraktionsvorsitzende der CDU die Ablehnung seiner Partei begründet hat, weiß man, warum die CDU gegen das Streamen von Rats-und Ausschusssitzungen ist.
Enttäuschend war die Tatsache, dass die Verwaltung keine eigene Stellungnahme zum Antrag abgegeben hat, obwohl sie der Adressat war. Das zeigt, wie dringend nötig eine Organisationsentwicklung mit Hilfe der Gemeinwohl-Ökonomie wäre.
Ich möchte mich ausdrücklich bei den Grünen und der FDP/WFS Fraktion für Ihre Unterstützung bedanken. Die Gespräche mit ihnen, aber auch mit Vertretern aus SPD und CDU und Mitarbeitenden aus der Verwaltung waren für mich wertvoll.
Diese Gespräche haben die Idee der GWÖ in die Stadt gebracht. Wir werden dafür sorgen, dass sie dort bleibt.
PM: DieLinke Schwerte






