Weltgebetstag – zum Teil in Tüten

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Foto: Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Schwerte

Was haben Frauen auf der winzigen Karibik-Insel Vanuatu mit Frauen in Schwerte gemeinsam? Sie bauen und vertrauen auf etwas, das ihnen gemeinsam sehr wichtig ist – das Gebet! Alljährlich bereiten Frauen aus einer von etwa 150 Nationen rund um den Globus dieser Erde ein Gebet vor, pünktlich zum Weltgebetstag. Der ist in diesem Jahr am 5. März, aber unter corona-bedingten Erschwernissen.

In Schwerte sind die Frauen aus der Kfd in allen Pfarrbezirken beteiligt, aber auch die evangelischen Frauenhilfen und Abendkreise in den Schwestergemeinden. Mit Millionen Frauen überall auf dem Globus beten sie am diesjährigen Weltgebetstag zum Thema „Worauf bauen wir?“

Die Frauen auf dem paradiesisch wirkenden Karibik-Eiland sind arm. Das Naturparadies, in dem sie leben, ist vom Klimawandel stark gefährdet. Die Insel wird schlicht eines Tages untergehen, wenn Wirbelstürme und Hochwasser weiter zunehmen. Also fragen die Frauen von Vanuatu: „Worauf bauen wir, wenn alles ins Wanken gerät? Was trägt unser Leben?“ Erst 2015 hatte ein Sturm viele Todesopfer gefordert und Familien obdachlos gemacht. Der in Vanuatu entstandene Gottesdienst ist rund um den Globus verbreitet worden und wird am 5.3., aber sicher auch danach noch von Frauen in Schwerte mitgefeiert.

In diesem weltweit einheitlichen Gottesdienst geben die Frauen von Vanuatu ihre Antwort auf die Frage – sie leben im Vertrauen auf das Fundament, das Gott ihnen in ihrem Glauben gegeben hat. Weltweit beten Frauen solidarisch und gleichzeitig und bitten um eben dieses Vertrauen.

Die Pandemie lässt weder in Vanuatu noch in Schwerte oder sonst wo auf der Welt Präsenzgottesdienste zu, auch das eint die Frauen der Welt. Es gab und gibt noch vielfältige kreative Ideen, um trotzdem am Freitag, 5. März, gemeinsam zu beten, aneinander zu denken und einander zu stärken. 

In vielen Gemeinden und Pfarrbezirken fand der Weltgebetstag quasi „in der Tüte“ statt, in vielen Kirchen gab und gibt es fertig gepackte Tüten mit Gebeten, dem Gottesdienst aus Vanuatu, manchmal Blumensamen, Rezepten oder Bildern. Diese Überlebenstüten knüpfen an die Notfallrationen an, die die Frauen in Vanuatu anlegen um im Falle einer Naturkatastrophe ausgerüstet zu sein. Frauen im „sicheren“ Schwerte erinnern diese Tüten daran, dass sie auch in der Pandemie nicht allein und isoliert sind.

Im kath. Pfarrbezirk Holzen sind solche Tüten schon in der Messe Ende Februar verteilt worden. Außerdem wurde in Holzen ein spannendes Padlet erstellt, dass Informationen, Gebete, Fotos und den Gottesdienst aus Vanuatu gebündelt anbietet.

An der Türklinke zur ev. Kirche in Westhofen hängen am 5. März solche Tüten zum Mitnehmen. In der ev. Johanniskirche in Ergste wird zum stillen Gebet zwischen 16 und 17 Uhr eingeladen, Überlebenstüten gibt es auch. Die Villigster Frauen haben das Material zum Gottesdienst aus Vanuatu nach Hause gebracht bekommen und werden dort am 5. März beten.

Ein besonderes Anliegen ist den Vorbereitungsgruppen traditionell die Kollekte, mit der jedes Jahr weltweite Projekte zur Förderung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rechte von Frauen und Mädchen unterstützt werden. In diesem Jahr geht das Geld z.B. in ein Programm in Vanuatu, in dem junge Frauen lernen, den Wetterbericht in ihre lokale Sprache zu übersetzen, damit auch in entlegenen Gebieten Familien sich rechtzeitig vor drohenden Überschwemmungen und Wirbelstürmen in Sicherheit bringen können. Spenden können an folgende Bankverbindung überwiesen werden: Weltgebetstag der Frauen – deutsches Komitee e.V., Ev. Bank EG Kassel, IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 40.

Weitere Informationen gibt es unter www.weltgebetstag.de .

PM: Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Schwerte

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