Stellungnahme/Pressemitteilung der GfS zur Marktplatzumgestaltung

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Foto: Bündnis Gemeinsam für Schwerte

Das Bündnis der Schwerter Bürgerinitiativen sieht sich aufgrund der fortschreitenden Initiative der Stadtverwaltung in der Pflicht, deutlich auf die Folgen der geplanten Marktplatzneugestaltung hinzuweisen. 
Die geplante Neugestaltung wird die Bürger der Stadt Schwerte, trotz der beantragten Fördergelder des Landes, einen hohen sechsstelligen Geldbetrag kosten. Vor dem Hintergrund, dass die bisherigen Planungen bereits Kosten von mehreren hunderttausend Euro verursacht haben, bleibt die Umgestaltung ein Luxusprojekt, das sich unsere hochverschuldete Stadt nicht leisten sollte. Dieses Geld wird für andere wichtige Zwecke fehlen.
Hunderte von Gesprächen mit den Besuchern des Marktplatzes zeigen, dass die komplette Neugestaltung des Marktplatzes keinerlei Akzeptanz findet. Gewünscht wird vielmehr, dass der Charakter des Platzes erhalten bleibt, weil er der Altstadt-Atmosphäre in unserer kleinen Stadt gut entspricht. Es besteht kein Grund, dieses durch den vorhandenen Baumbestand und das vorhandene Pflaster geprägte Flair vor Sankt Viktor zu verändern.
Umfangreiche monatelange Baumaßnahmen werden Probleme verursachen, die bislang keine Beachtung fanden. Die Markthändler werden nach Monaten des Wegbleibens zum überwiegenden Teil nicht wieder kommen, wodurch der Wochenmarkt an Attraktivität verlieren wird. Die Markthändler selbst sprechen in diesem Falle von einem bevorstehenden Tod des Schwerter Wochenmarktes.Gastronomie und die Geschäfte an den beiden Marktplätzen werden nach den Corona-Auflagen weitere existenzbedrohende Einbußen erleiden und die großen Linden an der Südseite des Marktplatzes werden beim Aufnehmen der Pflastersteine in ihrem Wurzelbereich so erheblich geschädigt, dass ihr Überleben unwahrscheinlich ist.
Inklusion kann auf beiden Marktplätzen ohne eine kostspielige Neugestaltung leicht und kostengünstig geschaffen werden, z.B. durch das Einbringen von hindernisfreien Laufwegen. Bei der Pflasterung ist es ausreichend, schadhafte Stellen zu reparieren und der Sicherheit dienende Begradigungen durchzuführen. 
Dies ist eine preiswerte, effektive und zeitsparende Lösung. In Verbindung mit einer Vergrößerung der bestehenden Pflanzbeete wird der Stadt Schwerte ein Marktplatz erhalten bleiben, der alle Bürger zufriedenstellen wird. 
Nach dem unsäglichen Bau des City Centers in den siebziger Jahren droht Schwerte durch die Planung der Stadtverwaltung ein weiterer, nicht wieder gut zu machender Gestaltungsfehler in Sachen Marktplatz, der darüber hinaus nicht dem Willen der Mehrheit der Schwerter Bürgerschaft entspricht.

PM: Bündnis Gemeinsam für Schwerte

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