Stellungnahme der SPD Schwerte zum Stopp der TFG-Baupläne durch Jamaika

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Archivbild

Bildung ist Zukunft – die Schullandschaft einer Stadt ist von existentieller Bedeutung für eine Kommune. Für kaum etwas anderes ist Verschuldung derart gerechtfertigt, und Schwerte wird sich in jedem Fall hoch verschulden müssen: weil sich in den letzten zwei Jahrzehnten ein massiver Sanierungsstau aufgetürmt hat. Seit dem Start der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule 2015 ist bekannt, dass das Gebäude am Bohlgarten zu klein ist, die Schule platzt aus allen Nähten. Nun soll das nächste Gutachten mit dem Ergebnis einer weiteren Kostenschätzung in Auftrag gegeben werden. Politische Verantwortung und Verlässlichkeit sehen anders aus. Die SPD Schwerte ist davon überzeugt, der Neubau der TFG in Wandhofen ist schlussendlich die kostengünstigere Lösung und die einzige Möglichkeit, die Schwerter Schullandschaft nicht ins Chaos zu stürzen: Eine Sanierung im Bestand der TFG ist ein finanzielles Abenteuer, weil niemand weiß, welche baulichen Mängel  bei den unterschiedlichen Gebäudeteilen aus den 60er und 70er Jahren zu Tage treten werden. Umbau und Grundsanierung sind außerdem nicht vergleichbar mit einer energetischen Sanierung. Wer einer Schule zumuten will, bei Presslufthammern und Stemmarbeiten Unterricht zu machen, bei einer Bauphase von mindestens 2 Jahren, wird seiner Verantwortung gegenüber den Kindern, Familien und LehrerInnen dieser Stadt nicht gerecht. Nur bei einem Neubau der TFG, davon ist die SPD überzeugt, haben wir Kontrolle über die Kosten, und die gerade stabilisierte Schullandschaft in Schwerte wird nicht in ihrer Existenz bedroht. Die TFG ist eine Schule im Aufbau, die sich nicht – wie die anderen weiterführenden Schulen – über Jahrzehnte einen guten Ruf erarbeiten konnte. Wie stellt sich die Schwerter Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen die Zukunft der TFG vor, sollte sie tatsächlich auf 4 Züge degradiert werden und umfassender Bautätigkeit bei laufendem Schulbetrieb ausgesetzt werden? Die SPD ist nicht bereit, den dringenden Appell beider Schulleitungen der Schwerter Gesamtschulen zu ignorieren: beide bitten inständig darum, die beschlossenen Bauplanungen voranzutreiben – für die Schulen, für die Schwerter Kinder, für die Schwerter Schullandschaft.


PM: SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte

1 KOMMENTAR

  1. Mit Verlaub – wie „Schulpolitiker“ in Schwerte mit Schulkindern, Jugendlichen und Lehrkräften umgehen, und zwar seit Jahrzehnten, ist m. E. eine Unverschämtheit. In eine abgewrackte Realschule mit einer überhaupt nicht gesamtschul-gerechten Architektur ist diese Schule schon hineingeboren worden. Jetzt soll sie sich auf einer dreckigen, lärmenden Baustelle entwickeln. Herzlichen Glckwunsch!
    Wer schickt denn seine Kinder in solch‘ eine Schule, wenn man weiß, dass sie ihre Schulzeit niemals in adäquaten Räumen verbringen werden? Wer bewirbt sich denn als Lehrkraft an eine Schule, der die Kommunalpolitiker nicht das Schwarze unterm Fingernagel gönnen?
    Ja, natürlich kostet ein Schulneubau zig Millionen, und ja, noch die Enkel der heutigen Gesamtschüler können möglicherweise dafür noch Steuern zahlen. Ja, und? Das ist uns diese Schule nicht wert?
    Ein Blick übern Berg in des Bürgermeisters alte politische Heimat zeigt, wie man Schulen baut. Die Gesamtschule Seilersee ist baulich und von der Ausstattung her schon fast das Non-plus-ultra – sie wird in etwa so viel gekostet haben wie eine vernünftige, neue Theodor-Fleitmann-Schule kosten würde. Was unterscheidet die Schwerter von den Iserlohner Kindern? In Iserlohn wurde geplant und gebaut, in Schwerte wird gezaudert und gezögert.
    Auch ’ne Form von Kindeswohlgefährdung…

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