Von Meike-Corina Kühne-Schmithausen
Heute fiel der symbolische Startschuss für eines der größten Bauprojekte, das Schwerte in den letzten Jahrzehnten gesehen hat: Am traditionsreichen Schützenhof, wo früher Fußball gespielt, geplanscht und Kaninchen gezüchtet wurden, entsteht ein völlig neues Kapitel Stadtgeschichte. Mit einem kräftigen Spatenstich eröffnete Bürgermeister Dimitrios Axourgos gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Ten Brinke und der Sparkasse Dortmund die Bauzukunft – 450 Wohnungen, davon die Hälfte öffentlich gefördert, werden hier auf rund 46.000 Quadratmetern entstehen.

„Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist groß. Mit dem Quartier am Schützenhof schaffen wir nicht nur dringend benötigte Wohnungen, sondern auch ein starkes Signal für nachhaltige Stadtentwicklung“, betonte Axourgos in seiner Rede. Gleichzeitig dankte er den Sportvereinen VfL Schwerte und TuS Wandhofen, die bereits den Umzug in die neue Sportarena gestemmt haben und so den Weg für das Bauvorhaben freimachten.
Auch Albert ten Brinke, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens, lobte die Zusammenarbeit mit der Verwaltung: „Nur zweieinhalb Jahre vom Konzept bis zur Genehmigung – das ist in Deutschland rekordverdächtig. Schwerte zeigt sich hier dynamisch und weltoffen.“
Das Projekt hat es in sich: In mehreren Bauabschnitten entstehen 15 Gebäude mit unterschiedlicher Höhe, Grünflächen, Spielplätzen und einer zentralen Quartiersmitte. Ein autoarmes Konzept mit Flaniermeilen, Tiefgaragen und Fahrradfreundlichkeit sorgt für ein modernes Wohnumfeld. Alle Dächer werden begrünt und mit Photovoltaik ausgestattet – gebaut nach KfW-40-QNG-Standard und mit dem Ziel einer BiRN-Zertifizierung für nachhaltiges Bauen.
Auch die Sparkasse Dortmund, die das Quartier später übernimmt und langfristig vermietet, sieht in dem Projekt einen Meilenstein. Vorstandsmitglied Peter Orth erklärte: „Wir schaffen hier Wohnraum, der bleibt – für die Menschen in Schwerte, heute und in Zukunft.“
Die architektonische Handschrift stammt vom Wiener Büro Hermann & Valentiny Architekten. Passend zur Vorfreude überreichte Architekt Hubert Hermann kleine Skulpturen – Miniaturen von später im Quartier aufzustellenden Tänzerinnen, die künftig das neue Wohngebiet zieren sollen.
Los geht es ganz praktisch ab Oktober 2025 mit den Abrissarbeiten. Im Sommer 2026 startet dann der Hochbau – und dort, wo einst das wahre Leben mit Sport und Freizeit pulsierte, wird bald wieder Leben einziehen. Nur eben ein ganz neues.















