Schwerter FamilienKirche als Filmstudio – „Bibilla“ erzählt Geschichten aus dem Bibelkoffer

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Foto: Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Schwerte

Kirche oder Filmstudio? Wenn es um die Verfilmung von biblischen Geschichten geht, kann doch niemand etwas dagegen haben, wenn wegen der guten Beleuchtung und der Geräumigkeit in einer Kirche gefilmt wird. In der FamilienKirche St. Thomas Morus in Schwerte entstehen gerade zauberhafte Videos für Kleine und Große.

Die Kommunion-Vorbereitung fiel komplett aus, Kinder-Wortgottesdienste waren gestrichen, das ganze Programm der Schwerter FamilienKirche im Ortsteil Villigst konnte Pandemie-bedingt nicht stattfinden. Da machte sich ein kleines Team aus Katecheten aus der Pfarrgemeinde St. Marien an ein digitales Bibel-Erzählprojekt für Kinder.

Geschichten aus dem Bibel-Koffer wurden in der Familien-Kirche längst schon bildlich mit kleinen Puppen und allerlei Utensilien erzählt. Bisher waren dies aber Standbilder zu verschiedenen Anlässen, die die Kinder in der Kirche betrachten konnten. Eine Art Ganz-Jahres-Krippe. Diese Standbilder sollten nun verfilmt werden, weil die Kinder nicht mehr in die Kirche zum Bibel-Koffer kommen können. Gemeindereferentin Elsbeth Bihler und der pensionierte Schulleiter Ulrich Althaus konzipierten eine digitale Erzähl-Serie, in der die Zeichentrick-Figur der „Bibilla“ die Kinder mitnimmt.

„Bibilla“ ist eine Erfindung, die Elsbeth Bihler schon in den 90er Jahren für eine Zeitschrift der Salvatorianer in der Schweiz erfunden hat. Ein biblischer Bücherwurm sozusagen. Gezeichnet hat ihn damals die Aachener Künstlerin Juliana Heidenreich. „Bibilla“ wurde nach Jahrzehnten wieder aufgeweckt und erzählt nun wieder kindgerecht Geschichten aus der Bibel, passend zum kirchlichen Jahreskreis.

Ein Team aus fünf bis sechs HelferInnen, hauptsächlich aus dem Kreis der Erstkommunion-Katecheten und der FamilienKirche, baut immer neue Szenerien für die kleinen Puppen auf dem Kirchenfußboden. Landschaften, Ortsbilder, Nachthimmel, Sonnenauf- und untergänge, alles wird selbst gemalt. Puppenstubenmobiliar wird verwendet, Brote oder Fische wurden aus Salzteig gebacken. In den Fischernetzen wurden mal Orangen verkauft, alles Mögliche wird zweckentfremdet und als Miniatur-Utensil verwendet.

Foto: Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Schwerte

Die Fotoserien, die im gut ausgeleuchteten Kirchenraum entstehen, werden zu spannenden Filmen komponiert, mit Musik und den gesprochenen Erzählungen unterlegt. Corona-bedingt sitzen die Sprecherinnen und Sprecher in der Kirche immer einige Meter auseinander. So werden die Texte mit sechs oder acht Mikrophonen aufgenommen und abgemischt.

Unendliche viele Mühe, viel Fantasie und viel Zeit werden so in kleine Videos investiert, die auf dem Youtube-Kanal der Schwerter Pfarrgemeinde St. Marien landen. Und dort ganz leicht zu finden sind: einfach „St. Marien Schwerte“ in die Youtube-Maske eingeben. Wer Spaß daran hat, kann den Kanal auch abonnieren.

PM: Kath. Pfarrgemeinde St. Marien Schwerte

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