Sonntag, September 6, 2026
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Stadt Schwerte warnt vor Lebensgefahr an Bahn-Oberleitungen

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Foto: Stadt Schwerte/Neumann

Mit dem Beginn der Sommerferien appelliert die Stadt Schwerte an Kinder, Jugendliche und ihre Familien, die Gefahren an Bahnanlagen nicht zu unterschätzen. Gemeinsam mit der Bundespolizei und der Deutschen Bahn macht die Stadt auf ein Risiko aufmerksam, das immer wieder zu schweren Unfällen führt: den Strom in den Oberleitungen entlang der Bahnstrecken.

Während viele Schülerinnen und Schüler die Ferien nutzen, um Zeit mit Freunden zu verbringen oder neue Orte zu entdecken, steigt nach Erfahrung der Sicherheitsbehörden auch die Zahl der Menschen, die sich unerlaubt auf Bahnanlagen aufhalten. Was dabei oft harmlos erscheint – etwa das Überqueren von Gleisen, das Klettern auf abgestellte Waggons oder ein Selfie an einem ungewöhnlichen Ort – kann innerhalb weniger Sekunden lebensgefährlich werden.

Strom überspringt auch ohne Berührung

An den Oberleitungen der Bahn fließen 15.000 Volt – etwa das 65-Fache der Spannung einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass eine direkte Berührung der Leitung gar nicht erforderlich ist, um einen Stromschlag zu erleiden.

Bereits bei einer Annäherung auf rund 1,5 Meter kann der Strom als sogenannter Lichtbogen durch die Luft überspringen. Die Folge sind häufig schwerste Verbrennungen, lebensgefährliche Verletzungen oder tödliche Unfälle.

Besonders tückisch: Die Oberleitungen stehen dauerhaft unter Spannung – unabhängig davon, ob gerade ein Zug unterwegs ist oder ein Waggon scheinbar verlassen auf einem Abstellgleis steht.

Keine Mutprobe ist das Risiko wert

Die Stadt Schwerte weist deshalb eindringlich darauf hin, dass Bahnanlagen und Gleise grundsätzlich nicht unbefugt betreten werden dürfen. Ebenso gilt: Niemals auf Züge oder Waggons klettern – auch dann nicht, wenn diese abgestellt sind. Auch Oberleitungsmasten sind keine Klettergerüste und dürfen keinesfalls bestiegen werden.

Immer wieder ereignen sich in Deutschland schwere Stromunfälle, weil Menschen den Abstand zur Oberleitung unterschätzen. Häufig beginnen diese Situationen als Mutprobe unter Freunden, als vermeintliche Abkürzung oder mit dem Wunsch, ein außergewöhnliches Foto oder Selfie aufzunehmen. Die Folgen sind jedoch oft dramatisch und begleiten die Betroffenen ein Leben lang – sofern sie den Unfall überleben.

Auch Schwerte war bereits betroffen

Dass die Gefahr keineswegs nur theoretischer Natur ist, zeigt auch der Blick nach Schwerte. In der Vergangenheit kam es im Bereich von Bahnanlagen bereits zu tödlichen Stromunfällen. Die Stadt nimmt den Ferienbeginn deshalb bewusst zum Anlass, insbesondere Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Erziehungsberechtigte für die Risiken zu sensibilisieren.

Gemeinsam mit den Warnhinweisen von Bundespolizei und Deutscher Bahn erinnert die Verwaltung daran, dass Bahnanlagen keine Freizeitflächen sind und jeder Aufenthalt außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche erhebliche Gefahren birgt.

Klare Botschaft zum Ferienstart

Die wichtigste Botschaft der Sicherheitsbehörden ist eindeutig: Abstand halten, Gleisanlagen nicht betreten und niemals auf Züge, Waggons oder Oberleitungsmasten klettern. Wer sich an diese einfachen Regeln hält, schützt sich und andere vor lebensgefährlichen Situationen.

Die Deutsche Bahn stellt im Rahmen ihrer Präventionskampagne „Vorsicht Strom!“ weiterführende Informationen sowie Videos zur Unfallprävention zur Verfügung. Ziel ist es, insbesondere junge Menschen für die oft unterschätzten Gefahren an Bahnstrecken zu sensibilisieren und schwere Unfälle zu verhindern.

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