
79 Stolpersteine erinnern in Schwerte an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Seit 20 Jahren engagierten sich Christin Nickles und Claudia Becker-Haggeney gemeinsam mit einem Arbeitskreis für diese Form der Erinnerungskultur. Nun haben sie die Verantwortung an eine neue Generation von Ehrenamtlichen übergeben.
Unterstützung bei der Suche nach Nachfolger*innen kam von Bürgermeister Dimitrios Axourgos. Im Rathaus wurde eigens eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, um Interessierte zu informieren und das Engagement zu koordinieren. Ansprechpartnerin bei der Stadt Schwerte war dabei Friederike Löhr, die die Suche nach Ehrenamtlichen begleitete und unterstützte.
Das Stadtoberhaupt dankte Christin Nickles und Claudia Becker-Haggeney für ihren langjährigen Einsatz: „Über zwei Jahrzehnte haben sie die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Schwerte mit großem persönlichen Engagement lebendig gehalten. Für diese wichtige Arbeit gebührt ihnen großer Dank.“
Die neue Gruppe trägt den Namen „Initiative Schwerter Stolpersteine“. Vertreten wird sie von Marius Bause, Marianne Becker, Rainer Becker, Veronique Gebhardt, Sandra Hansen, Birgit Kerber, Dr. Karsten Kerber und Beate Kuhlmann. Die Initiative möchte die Erinnerungsarbeit künftig breiter aufstellen. Neben der Pflege und Sanierung der Stolpersteine stehen auch Bildungsarbeit, Führungen und Rundgänge sowie Öffentlichkeitsarbeit auf der Agenda. Zudem soll die Pflege der Steine stärker durch nachbarschaftliches Engagement und Steinpatenschaften unterstützt werden. Über ihre Arbeit informiert die Initiative künftig auch über Social Media.
Axourgos begrüßte die neuen Ansätze ausdrücklich: „Erinnerungskultur darf nicht stehen bleiben. Sie muss sich weiterentwickeln, damit sie auch kommende Generationen erreicht. Ich freue mich sehr über die neuen Ideen.“
Die Initiative Schwerter Stolpersteine erinnert an Menschen aus Schwerte, die Opfer des NS-Regimes wurden. Gleichzeitig will sie dafür sensibilisieren, Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit im Alltag frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzutreten. Die Initiative lädt alle Bürger*innen ein, sich mit den Geschichten hinter den Stolpersteinen auseinanderzusetzen und die Erinnerung gemeinsam lebendig zu halten.
Kontakt der neuen Initiative:
Initiative Schwerter Stolpersteine
E-Mail: schwerter-stolpersteine(at)proton.me
Instagram: @schwerter_stolpersteine
PM: Stadt Schwerte





