„Kirchen und Kino“: Ersatztermin für „Capernaum – Stadt der Hoffnung“

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Foto: ©Alamode Filmdistribution

Am Freitag, den 17. Juli 2020, 19:30 Uhr, läuft im Rahmen der ökumenischen Filmreihe „Kirchen und Kino. Der Filmtipp“ in der Katholischen Akademie Schwerte der libanesische Spielfilm „Capernaum – Stadt der Hoffnung“. 

Aufgrund der Auflagen für öffentliche Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl begrenzt und eine Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Dies kann entweder über die Homepage der Akademie erfolgen (https://www.akademie-schwerte.de/veranstaltungen/capernaum-stadt-der-hoffnung-0) oder telefonisch (Montag – Freitag, 08:00-18:00 Uhr, 02304-477-0). 

Zur allgemeinen und eigenen Sicherheit ist eine einfache Mund-/Nasebedeckung (sog. Alltagsmaske) zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht durchgehend gewährleistet werden kann.

Zum Inhalt des Films:

Zain (Zain Al Rafeea) ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste. Ein Kind klagt seine Eltern an und mit ihnen eine ganze Gesellschaft, die solche Geschichten zulässt.

„Capernaum“ ist eine Beschreibung biblischen Ursprungs, die sich vor allem im Arabischen und Französischen als Bild für einen Ort voller Chaos und Unordnung etabliert hat. Einen solchen Ort zeigt die libanesische Regisseurin Nadine Labaki in ihrer hochemotionalen Fabel. In visuell eindrucksvollen Kinobildern erzählt sie von den abenteuerlichen Lebensumständen jener, die von einem besseren Leben träumen, aber in unserer Welt keine Chance haben. Mitreißend inszeniert, legt Nadine Labaki die Mechanismen extremer sozialer Ungerechtigkeit offen und gibt denen eine Stimme, die im Schatten leben, oft ohne Ausweispapiere und Arbeitsmöglichkeiten. Ein Film von großer Empathie und Menschlichkeit.

„Capernaum – Stadt der Hoffnung“ wurde beim Filmfestival in Cannes minutenlang mit stehenden Ovationen gefeiert und gewann den Preis der Jury und den Preis der Ökumenischen Jury. 

Die Eintrittsgebühr beträgt 4,50 €, ermäßigt 3,50 €.

Weitere Informationen unter www.kirchen-und-kino.de

PM: Katholische Akademie Schwerte

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