Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler verabschiedet sich in den Ruhestand

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An seinem Schreibtisch hat er Weichen gestellt, jetzt geht er in den Ruhestand: Hans-Georg Winkler, Erster Beigeordneter der Stadt Schwerte. Foto: Stadt Schwerte / Ingo Rous

Der Mann ist Stier. In der Astrologie gelten Stiere als nimmermüde Arbeitstiere, die aber gar nicht unbedingt mit dem Kopf durch die Wand wollen. Vielmehr werden Menschen, die in diesem Sternkreiszeichen geboren wurden, als bedächtig und geduldig bezeichnet, als gute Freunde und zuverlässige Partner, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen. Das ist Hans-Georg Winkler. 20 Jahre lang hat er als Erster Beigeordneter die Geschicke der Stadt mitgeprägt. Jetzt geht er in den Ruhestand. In der Ratssitzung am 13. August wird er offiziell durch Bürgermeister Dimitrios Axourgos verabschiedet

„Herr Winkler hinterlässt ein gut bestelltes Feld“, sagt das Stadtoberhaupt. „Er war hart in der Sache, fair in der Wahl seiner Mittel und ausgesprochen freundlich im Ton. Das hat zu einem hohen Maß an Anerkennung geführt, sowohl innerhalb der Verwaltung als auch in der Politik und in der Öffentlichkeit“. Was seine Sekretärin nur bestätigen kann. „Hans-Georg Winkler hat immer ein feines Gespür gehabt, ist sehr vertrauensvoll mit Worten umgegangen, hat das aber auch immer von seinen Gesprächspartnern erwartet“, sagt Ingrid Mergner. „Er war stets gewissenhaft und sehr zuvorkommend“.

Viel für Schwerte getan

Hans-Georg Winkler hat in zwei Jahrzehnten viel für die Stadt Schwerte getan. Als Erster Beigeordneter und Vertreter des Bürgermeisters leitete er das Dezernat II und war Chef des Schulverwaltungsamtes, des Sozialamtes und des Jugendamtes. Er war dabei, als es um die Rettung der Schwerter Tafel ging, stand in der ersten Reihe, als 2015 „die Flüchtlingskrise zu einer der größten Herausforderungen für diese Stadt“ wurde. An den Veränderungen in der Schwerter Schullandschaft hat er mitgearbeitet. „Wir konnten unsere Gymnasien und unsere Grundschulen erhalten, haben eine zweite Gesamtschule gegründet und so den Schulstandort Schwerte geordnet“, sagt er. Dazu gehörte auch die Einführung der Offenen Ganztagsschulen. „Ich habe das seinerzeit für alle sieben Grundschulen zeitgleich flächendeckend durchgesetzt“, erinnert sich „HG“ Winkler an eine ereignisreiche Zeit im April 2003.

Für Um-, Aus- und Neubauten von Kindertagesstätten hat sich der Erste Beigeordnete eingesetzt und damit erreicht, dass die Stadt Schwerte nie Schwierigkeiten hatte, den Rechtsanspruch von Eltern für eine Betreuung im U3- und Ü3-Bereich zu erfüllen. Als er noch für den Sport zuständig war, waren der Neubau der Jahnturnhalle sowie die Erneuerung und der Bau von Kunstrasenplätzen Meilensteine. Im Bereich Kultur hat er die Gründung des Kultur- und Weiterbildungsbetriebs als Anstalt öffentlichen Rechts vorangetrieben.

Mit Akribie und Leidenschaft

„Ich habe meine Aufgaben immer mit Akribie und Leidenschaft erfüllt“, sagt Hans-Georg Winkler – und weiß genau, dass „ein Dezernent immer nur so gut sein kann wie es seine Mannschaft ist. Ich glaube, dass ich in der Zusammenarbeit mit den Amtsleiter*innen und den Mitarbeiter*innen schon gute Zeichen gesetzt habe“. Das alles und noch viel mehr hat auch zu einer parteiübergreifenden Akzeptanz geführt. „Ich bin zweimal vom Rat der Stadt Schwerte wiedergewählt worden“, hebt Hans-Georg Winkler nicht ohne Stolz hervor.

Geboren wurde Hans-Georg Winkler am 19. Mai 1957 in Werne-Stockum – „sonntags auf dem Sofa“, wie er zu erzählen weiß. Er ist dort zur Schule gegangen, hat auf der Realschule die Mittlere Reife erworben und begann am 1. August 1973 seine Verwaltungslaufbahn in Lünen. Die hat ihn über Nordkirchen, wo er zunächst das Sozialamt und dann das Hauptamt geleitet hat, nach Schwerte geführt. Politisch engagiert hat er sich für die CDU im Rat der Stadt Werne, dem er 20 Jahre bis zum Jahr 2000 angehörte. „Ich bin ein politisch interessierter Mensch, aber das Engagement in einer Verwaltung hat mich immer mehr gereizt“, sagt er.

Erfülltes Berufsleben

Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, sogar mit Füchsen, Schweinchen, Re und Kontra – Doppelkopfspieler*innen wissen, was damit gemeint ist. „Ich werde mit meiner Frau Ulrike Deutschland erkunden und mir noch unbekannte Ort besuchen“, berichtet er von seinen Plänen, in denen natürlich auch Kinder und Enkelkind eine große Rolle spielen werden. Walken, Rad fahren, im Winter Ski fahren – das alles hört sich nicht nach Langeweile im Ruhestand an. Schwerte wird er verbunden bleiben. „Das ist eine liebenswerte Stadt“ sagt er und schätzt nicht nur ihre Natur, sondern auch ihre Menschen mit ihrem hohen ehrenamtlichen Engagement zum Beispiel rund um die Kultur besonders hoch ein. Er bleibt Mitglied im Rotary-Club und zunächst auch noch Vorsitzender in der Ortsgruppe Schwerte im Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge.

„Ich kann auf ein erfülltes, 47-jähriges Berufsleben zurückblicken“, sagt Hans-Georg Winkler. „Diese spannende Zeit hat mich persönlich reifen lassen. Meine Aufgaben waren nie Selbstzweck, sondern dienten den Bürger*innen. Ich habe mich immer als deren Angestellter gesehen und durfte in einer guten Verwaltung arbeiten. Alles hat seine Zeit. Jetzt sind junge Leute mit frischen Ideen an der Reihe. Ich habe jetzt Freizeit – und das ist gut so“.

PM: Stadt Schwerte

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