Beeindruckend viele Menschen besuchten die offenen Ateliers

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Foto: KIS

Beeindruckend viele Menschen besuchten die offenen Ateliers – KulTour 2025 machte erneut die vielfältige und große Kunstszene von Schwerte sichtbarBeeindruckend viele Menschen besuchten die offenen Ateliers

38 Künstler:innen an 21 Orten: Die Kulturinitiative Schwerte lud am Wochenende zum vierten Mal zu einem  Streifzug durch die überraschend vielfältige und große Kunstszene in Schwerte ein und beeindruckend viele Menschen kamen und schauten. 

Zu entdecken gab es viel, alle Besucher*innen konnten nach persönlichen Interessen ihre Tour gestalten oder sich den geführten Gängen der Kulturinitiative am Sonntag-Nachmittag anschließen.  

Zu sehen gab es in  ganz Schwerte etwas: Im Wuckenhof zeigte beispielsweise Karin Micke großformatige, abstrakte Gemälde. Sie nennt sie „Scheinbar-Landschaften“, denn sie wirken wie Abbildungen einer realen,  überwältigenden Natur mit Wasser, Dünen, Gras, sind aber vielschichtige, in Öl gearbeitete Bilder, die teilweise mit anderen Materialien wie Wachs oder Ruß versetzt sind und eine große Tiefe entwickeln. 

Auf ihrer neuen Atelieretage im City-Center präsentierten Harald Mante und Eva Witter-Mante mit Cora den Adel ihre Kunst. Witzig und erstaunlich ausdrucksstark die Skulpturen von Eva Witter-Mante aus Kabelbindern, bestürzend die Collage eines Flüchtlingstrecks von Cora den Adel und eindrucksvoll die  Fotografien von Harald Mante – auch in Zusammenarbeit mit seiner Frau. Sie  fotografierten vor einigen Jahren unter dem Titel „Atempause“ in den Räumen der Evangelischen Kunstakademie Trier außerhalb des Lehrbetriebs und entdeckten Kuriositäten und humorvolle Stillleben. 

Am Westwall gab es ein kleines Kunstzentrum mit zarten Installationen und liebevoll mit Draht entwickelten Skulpturen und Ruhrkiesel im Drahthäkelkleid von Frauke Andrea Schütte und einer Auswahl von kleineren Skulpturen von Jan van Nahuijs – zum Beispiel eine kleine Pieta. Gegenüber liegend die ausgesprochen ästhetischen Menschendarstellungen von Sarah Jil Niklas.

Dazu die große Kunst von Jessica Maria Toliver, die sich dem Thema Vergänglichkeit auch in Form von gestalteten Urnen genähert hat, Malerei von Uschi Vielhauer, Fotografien von Bernd Müller mit Gastkünstler Kay Nentwig, das kleine Kunstzentrum am Westendamm, wo Eva Hammoudo ihre lebens- und farbenfrohe Kunst zusammen mit den Seelenwächtern von Birgit Steinfort zeigte und und und.

Ein buntes Rahmenprogramm mit Musik ergänzte die Ausstellungen wie zum Beispiel in dem neuen Veranstaltungsort  „The Stage“ an der Haselackstraße mit der Band Fading Reflections. In den großzügigen Räumen wurden expressive Porträts von Felix Martin, zarte Licht-Farbe-Impressionen von Mickey Bremshey und Fotografien von Kai Hillebrand gezeigt, der die normierte Schönheit von Schaufensterpuppen in Szene gesetzt hatte.

Die Zeit reichte kaum, um alles zu sehen. Doch sie reichte, um wahrzunehmen, dass Schwerte eine beeindruckend große und vielfältige Kunstszene hat, die die KulTour wieder einmal sichtbar machte. 

PM: KIS

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