Bei der Albert-Schweitzer-Schule handelt es sich um einen Neubau, der im Sommer 2025 zum Schuljahresbeginn eröffnet wurden. Der Neubau ist QNG und DGNB zertifi-ziert; vor Nutzungsaufnahme wurden daher Schadstoffmessungen durchgeführt, die keinerlei Auffälligkeiten zeigten.
Im November 2025 wurden der Stadt Schwerte durch die Schulleitung wiederkehrende Geruchsauffälligkeiten in einzelnen Bereichen der Albert-Schweitzer-Schule gemeldet. Die Verwaltung hat diese Hinweise ernst genommen und unverzüglich fachliche Prüfungen eingeleitet und eine unabhängige Raumluftuntersuchungen beauftragt. Die Untersuchungen ergaben Hinweise auf eine erhöhte Belastung der Raumluft mit Glykolderivaten. Es wurde festgestellt, dass der Vorsorgewert (Richtwert 1) überschritten wurde, nicht der Richtwert 2. Richtwert 1 ist die Konzentration eines Stoffes in der Innenraumluft, bei der im Rahmen einer Einzelstoffbetrachtung nach gegenwärtigem Erkenntnisstand auch bei lebenslanger Exposition keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Eine Überschreitung ist mit einer über das übliche Maß hinausgehenden, hygienisch unerwünschten Belastung verbunden. Hinweise auf akute Gesundheitsgefahren bestehen daher nicht. Die Bewertung erfolgte daher vorsorglich, insbesondere mit Blick auf die dauerhafte Nutzung des Gebäudes durch Kinder.
Zur weiteren Absicherung der Befunde und zur Reduzierung möglicher Belastungen wurden in enger Abstimmung mit dem beauftragten Gutachter, der Schulleitung und der Schulverwaltung folgende Maßnahmen umgesetzt:
- Ausräumen betroffener Räume,
- intensive, fachgerechte Reinigung aller Oberflächen,
- konsequente Lüftung der Räume,
- Durchführung einer erneuten, stichprobenhaften Raumluftmessung.
Zusätzlich wurde eine Abklatschuntersuchung der Lüftungsanlage vorgenommen; hierbei ergaben sich keine Auffälligkeiten.
Die Ergebnisse der Folgemessung liegen inzwischen vor. Im Rahmen der Folgemessung wurden acht Luftproben entnommen. Nach Auswertung des Gutachters besteht für einen Raum (Lehrerzimmer) weiterhin eine Auffälligkeit im Hinblick auf Glykolderivate (Überschreitung RW 1). Nach fachlicher Einschätzung besteht weiterhin keine akute Gesundheitsgefahr. Die zuvor belasteten Räume zeigen nach Durchführung der beschriebenen Maßnahmen keine erhöhten Belastungen mehr. Die Ergebnisse belegen, dass die bisher umgesetzten Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung der Raumluftqualität geführt haben.
Weiteres Vorgehen
In Abstimmung zwischen Gutachter, Architekten, Schulverwaltung und Gebäudemanagement wurden folgende weitere Schritte festgelegt:
- Spezialreinigung der gesamten Schule, durchgeführt am Montag und Dienstag dieser Woche
- intensive Lüftung aller Räume im Anschluss,
- erneute Raumluftbeprobung zur abschließenden Wirksamkeitskontrolle am heutigen Mittwoch,
- ergänzende Untersuchung von Materialproben möglicher ursächlicher Stoffe.
Auswirkungen auf den Schulbetrieb
Vorsorglich findet der Unterricht für die Schüler*innen vom 14. bis einschließlich 20.01.2026 nicht im Gebäude der Albert-Schweitzer-Schule statt, sondern in fußläufig erreichbaren Ersatzräumen (FBG, RTG, FKS sowie dem Gemeindehaus St. Marien). Die organisatorische Durchführung erfolgte in enger Abstimmung zwischen Schulleitung, Schulverwaltung und Gebäudemanagement.
PM: Stadt Schwerte






