Montag, Juli 27, 2026
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Zehn Jahre ehrenamtliche Asylberatung: Arbeitskreis Asyl Schwerte zieht beeindruckende Bilanz

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Seit mittlerweile zehn Jahren steht die ehrenamtliche Asylberatung des Arbeitskreises Asyl Schwerte geflüchteten Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Was 2016 als Reaktion auf die steigende Zahl von Asylsuchenden begann, hat sich zu einem festen und unverzichtbaren Beratungsangebot entwickelt. Knapp 2.900 Beratungsgespräche mit Menschen aus mehr als 30 Herkunftsländern belegen eindrucksvoll, wie groß der Bedarf auch heute noch ist.

Als der Arbeitskreis Asyl Schwerte – heute ein eingetragener und gemeinnützig anerkannter Verein – im Sommer 2016 seine neue Arbeitsgruppe Asylberatung ins Leben rief, lebten in Schwerte mehr als 700 Menschen im laufenden Asylverfahren. Viele von ihnen hatten gute Chancen auf ein dauerhaftes Bleiberecht, standen jedoch vor zahlreichen Herausforderungen: dem oft komplizierten Asylverfahren, Anhörungen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Fragen zum deutschen Bildungssystem oder dem Einstieg in Ausbildung und Beruf.

Um diesen Menschen kompetente Unterstützung bieten zu können, bildete der Arbeitskreis eine rund zwölfköpfige Beratungsgruppe. Die Ehrenamtlichen wurden in einer mehrteiligen Fortbildungsreihe des Caritasverbandes Unna intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet. Seitdem sorgen regelmäßige Teamtreffen, gegenseitiger Austausch und weitere Fortbildungen dafür, dass die Beratung fachlich fundiert und stets auf dem aktuellen Stand bleibt.

Seit Juli 2016 findet die Beratung zweimal wöchentlich statt – jeweils dienstags und mittwochs für zweieinhalb Stunden. Seit Februar 2026 befindet sich die Anlaufstelle im ersten Obergeschoss des Calvin-Hauses an der Großen Marktstraße 2. Dort nehmen sich jeweils zwei ehrenamtliche Beraterinnen und Berater mit unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen Zeit für die Anliegen der Besucherinnen und Besucher.

Dabei geht es längst nicht mehr ausschließlich um Fragen zum Asylverfahren oder zum Aufenthaltsrecht. Während diese Themen weiterhin eine wichtige Rolle spielen, hat sich das Spektrum der Beratungsanliegen im Laufe der Jahre deutlich erweitert. Unterstützung wird unter anderem bei der Wohnungssuche, Mietfragen, dem Erlernen der deutschen Sprache, Gesundheitsfragen, Vertragsangelegenheiten, finanziellen Themen, der Ausbildungs- und Arbeitssuche sowie bei Angelegenheiten rund um Jobcenter, Arbeitsagentur, Kindertagesstätten, Schulen oder Behördenanträge gesucht.

Die Aufgabe der Ehrenamtlichen besteht dabei nicht nur darin, Informationen zu vermitteln. Sie erklären komplizierte Zusammenhänge, helfen bei den nächsten Schritten und vermitteln bei Bedarf an spezialisierte Beratungsstellen oder Fachinstitutionen weiter. Eine enge Zusammenarbeit mit den professionellen Akteuren vor Ort ist deshalb seit Beginn ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Dass dieses niedrigschwellige Angebot angenommen wird, zeigt die Bilanz der vergangenen zehn Jahre: Fast 2.900 Beratungsgespräche wurden geführt. Hinter dieser Zahl stehen unzählige persönliche Geschichten, gelöste Probleme und Menschen, die auf ihrem Weg in ein neues Leben in Deutschland begleitet wurden.

Für das Beratungsteam, dessen Mitglieder zum großen Teil bereits seit der Gründung im Jahr 2016 aktiv sind, ist das Jubiläum Anlass, auf viele kleine und große Erfolge zurückzublicken. Gleichzeitig verstehen die Ehrenamtlichen ihre Arbeit auch weiterhin als wichtigen Beitrag für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Schwerte. Mit ihrem langjährigen Engagement helfen sie Menschen, die in der Ruhrstadt eine neue Heimat gefunden haben, dabei, sich im deutschen Alltag zurechtzufinden und Schritt für Schritt ein selbstständiges Leben aufzubauen.

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