Westfalenweites „Experiment HEIMAT“ erfolgreich beendet 

0
231
Foto: Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V.

Mehrjähriges künstlerisches Forschungsprojekt des Westfälischen Literaturbüros in Unna e. V. erfolgreich durchgeführt +++ Acht hochkarätige Autor:innen und neun international renommierte Fotograf:innen recherchierten an neun HEIMAT-Orten +++ Foto-Text-Band präsentiert literarische Texte und Bilderserien +++ Mehr als 25.000 Besucher:innen sahen die künstlerischen Ergebnisse in einer Ausstellung, die durch ganz Westfalen und in den Landtag NRW nach Düsseldorf reiste

Das Westfälische Literaturbüro in Unna e. V. (WLB) blickt zufrieden zurück auf ein umfangreiches künstlerisches Experiment rund um die Frage, was Heimat in einer von Globalisierung, Migration und Flucht geprägten Welt heutzutage ist oder sein könnte. Für das vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRWgeförderte und nach mehrjähriger Vorbereitungszeit 2021 gestartete „Experiment HEIMAT“ hatte das Literaturbüro zusammen mit seinen Kooperationspartnern, Schriftsteller:innen und Fotograf:innen gemeinsam an neun sogenannte HEIMAT-Orte ins Ruhrgebiet, Münsterland, Sauerland und nach Ostwestfalen eingeladen, um sich in Wort und Bild mit dem Heimatbegriff auseinanderzusetzen. Darunter befanden sich zahlreiche echte Stars auf ihrem Gebiet, wie die Bachmannpreisträgerin Sharon Doduo Otoo, „Russendisco“-Autor WladimirKaminer, die Fotografie-Legenden Ute Mahler und Werner Mahler oder der gleich zweimal mit dem World Press Photo Award ausgezeichnete Fotokünstler Peter Bialobrzeski. Auf der Grundlage ihrer Recherchen, Erlebnisse und Begegnungen vor Ort entstand im Anschluss ein buntes Kaleidoskop unterschiedlicher literarischer und visueller Zugriffe auf das Thema, dasvom WLB zusammen mit der Design-Agentur NODE zu einer künstlerischen Publikation und einer großen multimedialen Wanderausstellung aufbereitet wurde. Die Ausstellung, die vom Frühjahr 2022 an im Kreis Coesfeld, in Dortmund, Bochum, Waltrop, Hattingen, Enger, Detmold, Schmallenberg, Unna und zum Abschluss im Landtag Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zu Gast war, sahen mehr als 25.000 Besucher:innen.

Darüber hinaus beleuchtete das „Experiment HEIMAT“ den Begriff der Heimat nicht nur künstlerisch, sondern auch wissenschaftlich. Die Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung aus Essen begleitete im Rahmen einer Teilnehmenden Beobachtung die im Begleitprogramm stattfindenden Podien und Gespräche zum Thema und machte diese zum Gegenstand einer sozialwissenschaftlichen Studie.

Dass dies alles auch unter den schwierigen organisatorischen Bedingungen der letzten Jahreumgesetzt werden konnte, stimmt die Veranstalter ganz besonders glücklich. „Ein Projekt dieser Größenordnung unter dem Stern der Corona-Pandemie nicht nur erfolgreich, sondern auch noch komplett im Zeitplan zu realisieren, war nur mit dem Engagement, der Flexibilität und Begeisterung aller daran beteiligten Akteure und dem großen Vertrauen des NRW-Heimatministeriums von Frau Ina Scharrenbach möglich. Ein herzliches Dankeschön dafür“, betont der 1. Vorsitzende des WLB, Staatsminister a. D. Wolfram Kuschke. Auch WLB-Leiter Heiner Remmert zeigt sich hochzufrieden mit dem Projektabschluss: „Das ExperimentHEIMAT ist geglückt und wir hoffen, dass wir damit viele Menschen dazu animiert haben, sich selbst mit dem Begriff der Heimat zu befassen und sich mit anderen darüber auszutauschen, um vielleicht eine neue Sicht darauf zu entwickeln.“

Der im Kunstverlag Hartmann Books erschienene 280 Seiten starke Band „Experiment HEIMAT“, in dem alle Fotoserien und sämtliche entstandenen Texte in voller Länge enthalten sind, ist im Buchhandel erhältlich oder kann beim Westfälischen Literaturbüro bestellt werden (28,- EUR zzgl. Versand). Auch das Ergebnis der HEIMAT-Studie ist als Broschüre veröffentlicht und kann beim WLB kostenfrei angefordert werden. Außerdem ist auf der Website www.experimentheimat.de das Projekt weiterhin umfassend dokumentiert. 


PM: Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein